{"id":726,"date":"2013-03-10T10:48:47","date_gmt":"2013-03-10T09:48:47","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch.80-74-139-101.brenda.xelon.ch\/?p=726\/"},"modified":"2022-05-02T09:22:37","modified_gmt":"2022-05-02T07:22:37","slug":"the-salvation-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/the-salvation-i\/","title":{"rendered":"The salvation I"},"content":{"rendered":"<p><em>Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist. Wenn einer die Welt liebt, ist die Liebe zum Vater nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist das Begehren des Fleisches und das Begehren der Augen und das Prahlen mit dem Besitz -, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht, mit ihrem Begehren; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. <\/em><br \/>\n<em>1Joh 2,15-17<\/em><\/p>\n<p><!--more-->Liebe Gemeinde<br \/>\nDas Leiden geh\u00f6rt zum Leben. Weder Macht noch Reichtum, weder Bildung noch pers\u00f6nliche F\u00e4higkeiten garantieren ein leidfreies Leben. Manchmal helfen diese Faktoren, Leiden zu reduzieren. Doch manchmal helfen sie auch nicht. Sicher aber ist dies: dass sie nicht in der Lage sind, das Leiden ganz und nachhaltig zu beseitigen. Wer lebt, ist mit Leiden konfrontiert. Eigenem und fremdem. Daran erinnert uns die Passionszeit jedes Jahr neu.<br \/>\nGewiss, das Leben ist nicht immer leidvoll. Zum Leben geh\u00f6rt stets beides: das Sch\u00f6ne und das H\u00e4ssliche, das Angenehme und das Unangenehme, das Freudvolle und das Leidvolle. Die eine Seite kann u\u0308ber ku\u0308rzere oder u\u0308ber endlos lang scheinende Strecken im Vordergrund stehen, die andere Seite ist dennoch nie ganz ausgeschaltet. Auch Zeiten der Freude haben ihren Wermutstropfen und Zeiten des Leidens ihre hellen Augenblicke, und beide wechseln sich im Laufe des Lebens immer wieder ab. Das ist selbstverst\u00e4ndlich und klar. Nur ist es nicht ebenso selbstverst\u00e4ndlich und klar, damit auch gut zurecht zu kommen. Normalerweise wird die eine Seite eindeutig bevorzugt und die andere ebenso eindeutig vermieden. Kaum jemand ist unglu\u0308cklich, wenn er ohne Leiden ist, und kaum jemand leidet gerne. Die Bedu\u0308rfnisse der Menschen und vermutlich aller Lebewesen, insofern sie empfindungsf\u00e4hig sind, lassen hier keine Zweifel. Das eine ist erwu\u0308nscht, das andere ist nicht erwu\u0308nscht.<br \/>\nWenn dies so ist, dann stellt sich die Frage, ob und inwiefern es dank dem Glauben eine Erl\u00f6sung im Leiden gibt. Geht es auch fu\u0308r den Glaubenden bloss darum, m\u00f6glichst Leiden zu vermeiden? Oder soll man ein inneres Gleichgewicht zwischen Freuden und Leiden anstreben? Oder ist die Antwort auf diese Frage schlicht und einfach irrelevant, weil man ohnehin manchmal mit dem einen und manchmal mit dem andern konfrontiert ist und man nicht in der Lage ist, das Problem aus der Welt zu schaffen?<br \/>\nAus der Perspektive des Glaubens ist diese Frage nicht irrelevant. Sie ist es deshalb nicht, weil der Glaube den Glaubenden nicht gleichgu\u0308ltig den Freuden und Leiden seines Lebens preisgeben, sondern weil er ihm eine Freiheit mitten in all dem, was er erf\u00e4hrt, verschaffen will. Diese Freiheit im Umgang mit dem Leben ist der Mehrwert des Glaubens, die Erl\u00f6sung in den Freuden und Leiden, und genau diese Erl\u00f6sung ist fu\u0308r den Glauben zentral. Ob man sie sucht und findet, ver\u00e4ndert die eigene Lebensgestaltung entscheidend. Denn daran entscheidet sich nicht nur, ob man sich nach dieser Freiheit sehnt und ausrichtet, sondern ob man sie auch wirklich erf\u00e4hrt.<br \/>\nDer Glaube gibt Befreiung, und er ist auch die Tu\u0308r zu ihrer Realisation in der konkreten Lebensgestaltung, in den Freuden und Leiden, im Glu\u0308ck und Unglu\u0308ck. Dies zu konkretisieren, ist das Anliegen unseres Predigttextes.<br \/>\nDieser Text steht in einem Abschnitt des 1. Johannesbriefes, der aus 2 Teilen besteht. Im ersten Teil (1Joh 2,12-14) wird die Gemeinde dazu ermutigt, im Glauben verankert zu bleiben. Angesprochen werden die Kinder, die V\u00e4ter und die jungen M\u00e4nnern, und zwar zweimal. Zun\u00e4chst wird ihnen versichert, dass ihre Su\u0308nden vergeben sind, dass sie den erkannt haben, der von Anfang an war und dass sie den B\u00f6sen besiegt haben. Sodann wird ihnen best\u00e4tigt, dass sie den Vater erkannt haben, dass sie den, der von Anfang an ist, erkannt haben sowie dass sie stark sind, dass das Wort in ihnen bleibt und dass sie den B\u00f6sen besiegt haben. Die Anerkennung, welche den Angesprochenen gegeben wird, ist also sehr eindeutig, und sie h\u00e4lt klar und nachdru\u0308cklich fest, dass ihr Glaube erwacht ist und dass sie die Gegenwart der unbedingten Freiheit Gottes realisiert haben.<br \/>\nUnser Predigttext bildet den zweiten Teil dieses Abschnitts. Er setzt also die soeben gesprochene Anerkennung voraus und baut auf sie auf. Ihm geht es nicht darum, sie nun mit einer Forderung zu relativieren, sondern deutlich zu machen, dass der Glaube nicht ein verfu\u0308gbares Gut ist, sondern ein Ereignis, das im konkreten Lebensvollzug der angesprochenen Menschen Gestalt gewinnen und sich dabei bew\u00e4hren will. Ihr Glaube ist nicht ein Haben, sondern ein Sein, das im Werden ist, er ist das Erwachen, das sich jeden Moment realisieren will.<br \/>\nSein Leitgedanke wird gleich zu Beginn formuliert: Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist. Die radikale Absage an das, was hier Welt genannt wird, muss auf dem Hintergrund der johanneischen Denkweise verstanden werden. In der johanneischen Gemeinde wird durchaus auch positiv u\u0308ber die Welt gesprochen. Denn sie ist und bleibt Gottes Sch\u00f6pfung (Joh 1,10b. vgl. 1,3; 17,24). Negativ spricht sie u\u0308ber die Welt, insofern sie die Welt unter der Herrschaft des B\u00f6sen, also su\u0308ndig bzw. verstrickt sieht (Joh 12,31; 14.30; 16,11). Den mittleren Weg dazwischen verfolgt sie, wenn sie festh\u00e4lt, dass der Sohn in die Welt gesandt ist, um sie zu erl\u00f6sen (Joh 3,14; 1Joh 4,9). Die Aufforderung Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist, nimmt also nur Bezug auf die negative Sicht der Welt und bedeutet hier schlicht und einfach, dass man nicht der Herrschaft des B\u00f6sen erliegen und sich nicht in die Su\u0308nde verstricken soll.<br \/>\nDie Erl\u00e4uterung, die unser Predigttext an diese Aufforderung anschliesst, best\u00e4tigt dies. Wenn einer die Welt liebt, ist die Liebe zum Vater nicht in ihm. Insofern man n\u00e4mlich der Herrschaft des B\u00f6sen erliegt, liebt man die Welt und lebt nicht die Liebe zu Gott. Mag auch die Liebe, mit der Gott den Menschen liebt, der menschlichen Liebe zu Gott vorausgehen (1Joh 4,10), im Menschen, welcher der Herrschaft des B\u00f6sen dient und die Welt liebt, ist die g\u00f6ttliche Liebe verdeckt und nicht zum Erwachen gekommen. Insoweit die g\u00f6ttliche Liebe vom Menschen nicht realisiert wird, ist die Liebe zu Gott auch nicht in ihm. Dieser Mensch bleibt unter der Herrschaft des B\u00f6sen und ist nicht in der Lage, in die Gegenwart der unbedingten Freiheit Gottes zu gelangen.<br \/>\nDie Fortsetzung erl\u00e4utert, worin sichtbar wird, ob und inwiefern die Welt der Herrschaft des B\u00f6sen dient und nicht von Gott ist. Denn alles, was in der Welt ist das Begehren des Fleisches und das Begehren der Augen und das Prahlen mit dem Besitz -, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Leitvokabel ist das wiederholte Wort Begehren ). Dieses Wort ist zwar nicht der zusammenfassende<br \/>\nOberbegriff, wie der Wechsel auf das Prahlen zeigt, doch besteht kein Zweifel, dass das Prahlen als konkreter Ausdruck des darunter liegenden Begehrens zu verstehen ist. Das Begehren und seine Artikulation als Prahlen ist also das, was die Herrschaft des B\u00f6sen und das Fehlen der Liebe zu Gott manifestiert.<br \/>\nWas mit dem Begehren gemeint ist, wird in dreifacher Weise konkretisiert. Zun\u00e4chst ist vom Begehren des Fleisches die Rede. Dieses Begehren bezeichnet jede Form von Anhaften wollen an etwas. Die Reduktion dieses Begehrens auf eine getriebene oder suchtartige, unfreie Befriedigung k\u00f6rperlicher Bedu\u0308rfnisse insbesondere der Sexualit\u00e4t, des Hungers und Dursts, aber auch auf das Klammern an pers\u00f6nlicher Sicherheit, Macht, Luxus oder Prestige greift zu kurz. Das Fleisch bezeichnet in der johanneischen Denkweise die ganze leibliche Existenz (Joh 1,14a). Dessen Begehren umfasst deshalb alles, was das eigene Menschensein an etwas festklebt und ihm seine Freiheit raubt.<br \/>\nDas Begehren der Augen unterstreicht denselben Gedanken, indem es das Anhaften wollen an Bilder besonders hervorhebt. Auch dieses Begehren beschr\u00e4nkt sich nicht auf Bilder, welche mehr oder weniger sexualisiert Lust wecken oder sonst ein begehrtes Objekt abbilden, sondern umfasst alle Bilder, die nicht hinterfragbar sind, die der unmittelbaren Sicht auf Gott im Weg stehen und sich zu G\u00f6tzen aufbl\u00e4hen. Das Begehren nach solchen Bildern zeigt, dass man der Herrschaft des B\u00f6sen dient und nicht in der Liebe zu Gott ist.<br \/>\nDas Prahlen mit dem Besitz illustriert auf nochmals andere Weise dasselbe. Wer sich mit seinem materiellem oder immateriellem Besitz identifiziert, sich an ihm festklammert und mit ihm prahlt, manifestiert, dass er daran anhaftet und dass er kein freies und befangenes Verh\u00e4ltnis zu seinem Besitz hat. In seiner Unfreiheit steht es deshalb unter der Herrschaft des B\u00f6sen und ist nicht in der Liebe zu Gott.<br \/>\nDie eigentliche Pointe, die durch die Herrschaft des B\u00f6sen und seine Konkretisierung als Begehren von etwas gegeben ist, zeigt sich im Schlusssatz: Und die Welt vergeht, mit ihrem Begehren; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. Insofern die Welt unter der Herrschaft des B\u00f6sen steht, vergeht sie. Die Souver\u00e4nit\u00e4t des Gekreuzigten hat offenbart, dass der Herrscher der Welt gerichtet ist und die Liebe Gottes den l\u00e4ngeren Atem hat (Joh 12,31; 16,11). W\u00e4hrend also die Herrschaft des B\u00f6sen und mit ihr das Begehren vergeht, bleibt die M\u00f6glichkeit zur Realisation des Willens Gottes in jedem Moment bestehen. Mag man vom einen zum andern jagen, mag man immer mehr und anderes wollen, dieses Begehren wird nicht nachhaltig s\u00e4ttigen, sondern als Scheins\u00e4ttigung enttarnt werden. Was hingegen wirklich befriedigt, ist die Verankerung im g\u00f6ttlichen Willen, die Bereitschaft, in diesem hier und jetzt zu leben, der Mut, die Gegenwart der unbedingten Freiheit Gottes zu realisieren.<br \/>\nDie Position des ersten Johannesbriefs muss auch uns heute zu denken geben. Gewiss, sie will dazu ermutigen, in der Freiheit des Glaubens verankert zu bleiben und sich nicht vom Begehren beherrschen zu lassen. Dies klingt zweifellos gut. Doch ist es auch gut? Ist das Begehren nicht eine v\u00f6llig natu\u0308rliche menschliche Regung? Muss eine solche Regung tats\u00e4chlich als Ausdruck der Herrschaft des B\u00f6sen verteufelt werden, der man widerstehen soll? Wird auf diese Weise nicht einfach das klassische Programm des Glaubens als moralischer Disziplinierungsmassnahme des Menschen gestartet, das ihm zwar Erl\u00f6sung verheisst, ihn jedoch in einen Konflikt bringt zwischen dem, was er m\u00f6chte und dem, was er sollte, dabei aber bloss zur Bildung einer Doppelmoral fu\u0308hrt, die ihrerseits wiederum eine Reihe von Folgeproblemen schafft?<br \/>\nDiese kritischen Ru\u0308ckfragen sind durchaus nachvollziehbar. Sie weisen auf ein bekanntes und verbreitetes Missverst\u00e4ndnis hin, dem biblische Texte wie unser Predigttext ausgesetzt sind. Ihre Pointe liegt jedoch an einer andern Stelle. Ihre Pointe besteht darin, seine Chance zu packen, in der Freude an der Realisation der g\u00f6ttlichen Freiheit die Freude an den Versuchungen, denen man ausgesetzt ist, aufzul\u00f6sen und so in den Hochs und Tiefs des Lebens Erl\u00f6sung zu erfahren.<br \/>\nEs gibt viele Versuchungen. Nicht alle sind fu\u0308r uns gleichermassen verfu\u0308hrerisch. Was mich unberu\u0308hrt l\u00e4sst, kann einen andern Menschen in Beschlag nehmen, sein Suchtpotential wecken und ihn nicht mehr loslassen. Dafu\u0308r kann ich Schwachstellen haben, die andere nicht haben, aber an denen ich gef\u00e4hrdet bin, m\u00f6glichen Verlockungen aufzusitzen, mich zu vergessen und mich von meinem Begehren gefangen nehmen zu lassen. So verschieden die Versuchungen sein m\u00f6gen, sie gaukeln uns eine Freude vor, die uns nicht wirklich befriedigt, die uns stattdessen abh\u00e4ngig, leer und unzufrieden macht, die uns dadurch, dass sie uns nicht befriedigt, zu verst\u00e4rkter Befriedigung verfu\u0308hrt und uns dabei immer mehr beherrscht.<br \/>\nDiese Suchtspirale grunds\u00e4tzlich zu verstehen, ist bedeutsam, erst recht bedeutsam aber ist, diejenigen Varianten dieser Grundstruktur zu verstehen, die an unseren schwachen Stellen einzudringen und sich in unser Leben einzuh\u00e4ngen versuchen. Verstehen aber ist nicht genug.<br \/>\nWas wir auch noch brauchen, ist ein Gegenmittel, das st\u00e4rker, wirksamer, befriedigender ist als die Freude an der Versuchung und das uns Kraft, Motivation und Wille gibt, der Versuchung standzuhalten. Und dieses Gegenmittel ist die Freude an der Freiheit, und zwar die Freude an der g\u00f6ttlichen Freiheit und die Freude an ihrer Umsetzung in der Erarbeitung unserer menschlichen Freiheit. Sind wir in dieser Freude, durchschauen wir die Freude an der Versuchung, weichen ihre Attraktivit\u00e4t auf und neutralisieren ihren Reiz. Wenn immer uns dies gelingt, stabilisieren, st\u00e4rken und erweitern wir die Freiheit, wenn immer uns dies gelingt, lassen wir unsere Freude und unsere Lebenszufriedenheit wachsen und leuchten.<br \/>\nEs lohnt sich, sich dies auch und gerade in der Passionszeit in Erinnerung zu rufen. Wir k\u00f6nnen mit Sch\u00f6nem oder H\u00e4sslichem, Angenehmem oder Unangenehmem, Freudvollem oder Leidvollem konfrontiert sein, in der Mitte unseres Glaubens bleibt die Freude an der Freiheit. Sie \u00f6ffnet uns dafu\u0308r, die Dinge zu nehmen wie sie sind, und sie \u00f6ffnet uns dafu\u0308r, das Beste aus ihnen zu machen. Die Freude an der Freiheit macht beides, das Annehmen und das Ver\u00e4ndern, leicht, durchl\u00e4ssig und flockig, l\u00f6st starre Formationen und Verh\u00e4rtungen auf und gibt uns in den Hochs und Tiefs des Lebens ein weites und heiteres Herz. Sie ist die Ressource des Glaubens, sie ist die Kraft, die uns im Glu\u0308ck und Unglu\u0308ck aufrecht stehen und gehen l\u00e4sst, sie ist unsere Erl\u00f6sung in den Freuden und Leiden des Lebens. Beten wir deshalb, dass wir uns nicht von unserem Begehren gefangen nehmen lassen, sondern in der Freude an der Freiheit verankert bleiben. Amen.<\/p>\n<p>Predigt vom 10. M\u00e4rz 2013 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/0310-1Joh-2.15-17.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist. Wenn einer die Welt liebt, ist die Liebe zum Vater nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist das Begehren des Fleisches und das Begehren der Augen und das Prahlen mit dem Besitz -, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. 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