{"id":707,"date":"2007-03-18T10:35:55","date_gmt":"2007-03-18T09:35:55","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch.80-74-139-101.brenda.xelon.ch\/?p=707\/"},"modified":"2017-04-28T10:36:55","modified_gmt":"2017-04-28T08:36:55","slug":"rich-before-god","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/rich-before-god\/","title":{"rendered":"Rich before God"},"content":{"rendered":"<p><em>Es sagte aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, gebiete meinem Bruder, das Erbgut mit<\/em><br \/>\n<em>mir zu teilen! Er jedoch sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler u\u0308ber<\/em><br \/>\n<em>euch eingesetzt? Darauf sagte er zu ihnen: Sehet zu und hu\u0308tet euch vor aller Habsucht! Denn<\/em><br \/>\n<em>auch wenn einer \u00dcberfluss hat, beruht sein Leben nicht auf seinem Besitz.<\/em><br \/>\n<em>Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen: Das Land eines reichen Mannes hatte gut<\/em><br \/>\n<em>getragen. Und er dachte bei sich selbst: Was soll ich tun, da ich keinen Raum habe, wohin ich<\/em><br \/>\n<em>meine Fru\u0308chte sammeln kann? Und er sagte: Das will ich tun: ich will meine Scheuen<\/em><br \/>\n<em>abbrechen und gr\u00f6ssere bauen und dorthin all mein Getreide und meine Gu\u0308ter sammeln und<\/em><br \/>\n<em>will zu meiner Seele sagen: Seele, da hast viele Gu\u0308ter auf viele Jahre daliegen; ruhe aus, iss,<\/em><br \/>\n<em>trink, sei fr\u00f6hlich! Aber Gott sprach zu ihm: Du Tor! In dieser Nacht fordert man deine Seele<\/em><br \/>\n<em>von dir; was du aber bereitgelegt hast, wem wird es zufallen? So geht es dem, der fu\u0308r sich<\/em><br \/>\n<em>Sch\u00e4tze sammelt und nicht reich ist vor Gott. <\/em><br \/>\n<em>Lk 12,13-21<\/em><\/p>\n<p><!--more-->Liebe Gemeinde<br \/>\nWas heisst es, reich zu sein vor Gott? Was zeichnet einen Menschen aus, der als reich vor<br \/>\nGott betrachtet werden kann? Vieles gibt es, woran man als Antwort auf diese Frage denken<br \/>\nkann. Ist ein Mensch reich vor Gott, weil er vor Gott Gnade gefunden hat? Und heisst reich<br \/>\nsein an Gnade auch reich sein in materieller Hinsicht? Insbesondere der Calvinismus hat, wie<br \/>\nwir seit den Kapitalismusstudien von Max Weber wissen, eine grosse Affinit\u00e4t von Gnade und<br \/>\nWohlstand gesehen: Der durch die g\u00f6ttliche Gnade Beschenkte ist dazu motiviert, die<br \/>\nerhaltene Gnade in Arbeit umzusetzen, sich mit Engagement in der Welt einzusetzen und es<br \/>\nzu materiellem Wohlstand zu bringen. Mit andern Worten, den Worten des scharfzu\u0308ngigen<br \/>\ndeutschen Philosophen Peter Sloterdijk: Glauben macht fit! Oder heisst reich sein an Gnade<br \/>\ngerade, dass man zuerst und vor allem als Glaubender, als innerer Mensch, reich ist, aber in<br \/>\nmateriellen Dingen der Welt unterworfen ist, wie sie halt ist? Die lutherische Tradition hat viel<br \/>\nmehr in dieser Richtung gedacht und das Reich der Gnade deutlich vom Reich der Welt<br \/>\nunterschieden.<br \/>\nViele Fragen stellen sich, und auf diese vielen Fragen kann man auch viele sehr<br \/>\nunterschiedliche Antworten geben. Und zwar nicht nur, wenn man die calvinistische und<br \/>\nlutherische Tradition vergleicht, sondern natu\u0308rlich auch, wenn man in unsere Gegenwart<br \/>\nblickt. Die eine Frage jedoch zieht sich in verschiedenen Facetten immer wieder durch,<br \/>\nn\u00e4mlich die Frage, ob Reichsein vor Gott etwas damit zu tun hat, dass man als allt\u00e4glicher<br \/>\nMensch ganz konkret materiell und in seinem inneren Erleben reich ist, oder ob das<br \/>\nReichsein vor Gott und das Reichsein in der Welt zwei ganz verschiedene Dinge sind, die<br \/>\nzuerst und vor allem nichts miteinander zu tun haben.<br \/>\nBetrachten wir auf der Suche nach einer Antwort auf diese schwierige und umstrittene Frage<br \/>\neinmal unseren Predigttext! Wir werden durch diesen einen Text gewiss keine<br \/>\nabschliessende Antwort erhalten, aber m\u00f6glicherweise doch eine Idee, in welcher wir weiter<br \/>\nsuchen k\u00f6nnen.<br \/>\nVom Reichsein vor Gott ist in diesen Versen im Schlusssatz die Rede: So geht es dem, der<br \/>\nfu\u0308r sich Sch\u00e4tze sammelt und nicht reich ist vor Gott. Dieser Schlusssatz formuliert gleichsam<br \/>\ndie Moral des vorangegangenen Gleichnisses. Fu\u0308r sich genommen f\u00e4llt er durch die<br \/>\nGegenu\u0308berstellung von \u201efu\u0308r sich Sch\u00e4tze sammeln\u201c und \u201ereich sein vor Gott\u201c auf. Was<br \/>\nallenfalls Sch\u00e4tze sein k\u00f6nnten, wird nicht genau erl\u00e4utert. Die Pointe liegt offenbar nicht<br \/>\ndarin, dass es \u201eSch\u00e4tze\u201c gibt, sondern darin, dass man sie \u201efu\u0308r sich\u2026sammelt\u201c. Oder anders<br \/>\ngesagt: Sch\u00e4tze mag es viele geben; an Sch\u00e4tzen ist nichts anst\u00f6ssig; anst\u00f6ssig aber ist,<br \/>\nwenn man sie fu\u0308r sich sammelt; denn wenn man Sch\u00e4tze fu\u0308r sich sammelt, ist man nicht reich<br \/>\nvor Gott.<br \/>\nDiese Deutung des Schlussverses wird durch die vorangehenden Verse best\u00e4tigt. Es geht<br \/>\nhier ja um den Konflikt von miteinander teilen und miteinander besitzen auf der einen Seite<br \/>\nund zerteilen und fu\u0308r sich alleine haben wollen auf der andern. Dieser Konflikt kommt in zwei<br \/>\nPhasen zur Sprache: einer konkreten Situation, in welcher das Thema aufbricht und einem<br \/>\nGleichnis als Antwort auf diese Situation.<br \/>\nDie Ausgangssituation besteht darin, dass \u201eeiner aus dem Volk\u201c \u2013 die Person wird nicht n\u00e4her<br \/>\nbeschrieben \u2013 an Jesus herantritt und ihn dazu auffordert, seinem Bruder zu gebieten, das<br \/>\nErbe mit ihm zu teilen. Um dieses Ansinnen richtig einzuordnen, ist es gut zu wissen, dass es<br \/>\nzur Zeit Jesu in Pal\u00e4stina u\u0308blich war, dass das elterliche Erbe nicht geteilt, sondern als<br \/>\nGanzes an den \u00e4ltesten Sohn vererbt wurde. Man erwartete von dieser Regelung, dass<br \/>\nwenigstens fu\u0308r einige ein gewisser Wohlstand m\u00f6glich werden k\u00f6nnte und nicht alle immer<br \/>\nmehr verarmen wu\u0308rden. Um die Ungleichheit etwas ertr\u00e4glicher zu machen, hatten die<br \/>\n\u00c4ltesten fu\u0308r ihre ju\u0308ngeren Geschwister gewisse Verantwortlichkeiten zu u\u0308bernehmen (vor<br \/>\nallem fu\u0308r die Witwen und ledig gebliebenen T\u00f6chter). Die ju\u0308ngeren Geschwister konnten zwar<br \/>\neine Erbteilung verlangen, doch wurde diese nicht gerne gesehen. Das ebenfalls lukanische<br \/>\nGleichnis vom verlorenen Sohn zeigt dies auf eindru\u0308ckliche Weise. Wenn nun also \u201eeiner aus<br \/>\ndem Volke\u201c mit diesem Anliegen an Jesus herantritt, dann tut er es in Auflehnung gegen<br \/>\nseine Tradition und zur Verbesserung seiner Lebensbedingungen. Mag man ihn aus unserer<br \/>\nheutigen Perspektive noch so gut verstehen, so muss man doch beachten, dass seine<br \/>\nForderung aus damaliger Sinn weit anmassender war als aus heutiger.<br \/>\nJesus reagiert auf seine Forderung unwirsch: Mensch, wer hat mich zum Richter oder<br \/>\nErbteiler u\u0308ber euch eingesetzt? Jesus fu\u0308hlt sich nicht dazu berufen, gegen das gewohnte<br \/>\nErbrecht zu opponieren und als Richter und Erbteilen aufzutreten. Vielmehr hebt er zu einer<br \/>\nWarnung vor der \u201eHabsucht\u201c an, weil auch der, der \u201e\u00dcberfluss hat\u201c, nicht in der Lage ist, sein<br \/>\nLeben zu besitzen. Im Hintergrund steht fu\u0308r Jesus offenbar der Gedanke, dass es richtig ist,<br \/>\ndass das Erbe beisammen bleibt, dass es dem \u00c4ltesten geh\u00f6rt, dass die Ju\u0308ngeren zwar<br \/>\nAnrecht auf gewisse Hilfeleistungen von diesem haben, im u\u0308brigen jedoch das Familienerbe<br \/>\nin dessen Obhut lassen mu\u0308ssen und nicht habgierig etwas davon fu\u0308r sich selbst<br \/>\nbeanspruchen du\u0308rfen. Jesus nimmt hier also Position gegen das Zerteilen des Familienerbes,<br \/>\nmacht sich stark fu\u0308r dessen Einheit und kritisiert den Anspruch auf Zerteilung als Habgier. Er<br \/>\nakzeptiert damit die Situation, dass es durch Erbschaft Reichere und \u00c4rmere gibt und lehnt<br \/>\ndie Forderung nach einem Gu\u0308terausgleich ab.<br \/>\nDieser \u201eeine aus dem Volk\u201c, der sich vertrauensvoll an Jesus gewendet hat, wird mit Jesu<br \/>\nAntwort nicht glu\u0308cklich gewesen sein. Insbesondere, wenn er einer der Armen aus dem Volk<br \/>\nwar. Gleichsam zu dessen Trost, aber zur Erkl\u00e4rung an alle und ohne an der eigenen Position<br \/>\nAbstriche zu machen, fu\u0308gt Jesus deshalb ein Gleichnis von einem reichen Mann an. Er zeigt<br \/>\nauf diese Weise, dass das, was fu\u0308r den \u201eeinen\u201c gilt, fu\u0308r einen Reichen nicht weniger zutrifft,<br \/>\nsondern alle, ob arm oder reich, gleicherweise einschliesst.<br \/>\nIn diesem Gleichnis erz\u00e4hlt Jesus, dass ein reicher Mensch \u2013 man wird sich einen reichen<br \/>\nBauern vorzustellen haben \u2013 vor einer grossen Ernte steht und nicht weiss, wie er mit diesem<br \/>\n\u00dcberfluss umgehen soll. Dieser Mann ber\u00e4t sich mit sich selbst und versucht in<br \/>\nSelbstgespr\u00e4chen, zu einer L\u00f6sung zu kommen. Ohne an irgend jemand anders als an sich<br \/>\nselbst zu denken, beschliesst er, seine alten Scheunen abzureissen, gr\u00f6ssere zu bauen, in<br \/>\nwelche er all sein Getreide sammeln kann, sich auszuruhen, zu essen und zu trinken und<br \/>\nfr\u00f6hlich zu sein. Doch es kommt anders. Unerwartet dringt in dieses Selbstgespr\u00e4ch des<br \/>\nreichen Mannes eine andere Figur ein. Jesus erz\u00e4hlt, wie auf einmal Gott zu diesem Mann<br \/>\nspricht: Du Tor! In dieser Nacht fordert man deine Seele von dir; was du aber bereitgelegt<br \/>\nhast, wem wird es zufallen? Denn selbst das Leben des Reichen, der so viele Gu\u0308ter und<br \/>\ngrosse Pl\u00e4ne hatte, beruht \u201enicht auf seinem Besitz\u201c. Gott bleibt beim Armen wie beim<br \/>\nReichen derjenige, der u\u0308ber Leben und Sterben verfu\u0308gt.<br \/>\nWas heisst es nach all diesen \u00dcberlegungen nun, reich zu sein vor Gott? Von dieser Frage<br \/>\nsind wir ausgegangen, auf sie will ich deshalb jetzt zuru\u0308ckkommen. Offenbar hat Reichsein<br \/>\nvor Gott und Reichsein in der Welt zun\u00e4chst nichts miteinander zu tun. Die Forderung, vor<br \/>\nGott reich zu sein, fu\u0308hrt nicht zwangsl\u00e4ufig zu einer bestimmten Forderung in bezug auf das<br \/>\nReichsein oder nicht Reichsein in der Welt. Das, worauf es ankommt, ist vielmehr, ob die<br \/>\nFrage nach dem Reichsein vor Gott fu\u0308r die Frage nach dem Reichsein in der Welt<br \/>\nwegweisend ist oder nicht. Den reichen Bauern im Gleichnis hat diese Frage nicht<br \/>\ninteressiert. Er hat in seine \u00dcberlegungen nichts anders als sich selbst bzw. seinen Gewinn<br \/>\nund die Annehmlichkeiten, die ihm dieser in Aussicht stellt, einbezogen. Auch der eine aus<br \/>\ndem Volk, der Jesus als Erbteiler oder Richter angegangen war, hat diese Frage nicht<br \/>\neinbezogen. Fu\u0308r Jesus aber steht sie im Zentrum.<br \/>\nSteht die Frage nach dem Reichsein vor Gott im Zentrum, dann er\u00f6ffnet sie einen Raum, in<br \/>\nwelchem man realisiert, was man zu tun und was man zu lassen hat, damit die Dinge des<br \/>\nLebens dorthin gelangen, wohin sie zu gehen haben. Dieser Raum ist weder ein innerer noch<br \/>\nein \u00e4usserer Raum. Es ist vielmehr der Grenzraum zwischen beidem. Fu\u0308r den reichen Bauern<br \/>\nh\u00e4tte das Realisieren dieses Raums bedeutet, dass er sich seines nahenden Todes bewusst<br \/>\ngeworden w\u00e4re und sich rechtzeitig Zeit fu\u0308r die \u00dcberlegung genommen h\u00e4tte, wie er sein<br \/>\nLeben in Ordnung h\u00e4tte bringen und die bevorstehen Ernte in andere H\u00e4nde h\u00e4tte geben<br \/>\nk\u00f6nnen. Weil er aber zu sehr mit sich selbst besch\u00e4ftigt gewesen war, hat er seine Zeit<br \/>\nverpasst.<br \/>\nVersteht man das Reichsein vor Gott in dieser Weise, dann ist es etwas, das man weder<br \/>\nherstellen noch zerst\u00f6ren kann. Es ist etwas, das jederzeit da ist, \u00e4hnlich wie die Luft, die wir<br \/>\nein- und ausatmen, immer zwischen uns und unserer Welt da ist. Je mehr wir bloss habgierig<br \/>\nunseren Zielen hinterherjagen, desto leichter kann es geschehen, dass wir die Puste<br \/>\nverlieren, dass uns die Luft ausgeht und dass wir nichts vom Reichsein vor Gott realisieren. In<br \/>\nder letzten Konsequenz bedeutet dies fu\u0308r uns die Konfrontation mit dem unvorbereiteten Tod.<br \/>\nWenn wir hingegen immer wieder die Zeit zum sorgsamen Atmen wahrnehmen und<br \/>\nkultivieren, wenn wir uns bei jedem Ein- und Ausatmen bewusst werden, dass uns die Luft<br \/>\nzum Atmen gegeben ist, wenn wir realisieren, dass Gott uns hier und jetzt, in diesem<br \/>\nGrenzraum zwischen sich und der Welt, seinen Raum gibt, dann bekommen wir wieder Luft,<br \/>\nund dann beginnen wir zu spu\u0308ren, was es heisst, vor Gott reich zu sein.<br \/>\nEs ist immer so: Reich vor Gott ist man nicht, wenn man bestimmte Dinge hat oder habgierig<br \/>\nnach bestimmten Dingen zu greifen versucht. Reich vor Gott ist man, wenn man die Ruhe<br \/>\nentdeckt, den Raum spu\u0308rt, den Moment ergreift, die Luft atmet, die uns Gott gibt, um<br \/>\nwahrzunehmen und anzunehmen, was ist, und um zu gestalten und zu verwirklichen, was<br \/>\nwerden will. Man wird auf diese Weise in bezug auf die Welt weder reicher noch \u00e4rmer, wohl<br \/>\naber lebendiger und kreativer, und damit f\u00e4higer, in jeder Situation, in der man steht, den<br \/>\nWeg zu finden, um mit sich und seiner Umwelt in Frieden zu gelangen. Beten wir deshalb,<br \/>\ndass wir das Reichsein vor Gott realisieren und unser Leben aus diesem Reichtum zu leben<br \/>\nlernen. Amen.<\/p>\n<p>Predigt vom 18. M\u00e4rz 2007 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/0318__Lk_12.13-21.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sagte aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, gebiete meinem Bruder, das Erbgut mit mir zu teilen! Er jedoch sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler u\u0308ber euch eingesetzt? Darauf sagte er zu ihnen: Sehet zu und hu\u0308tet euch vor aller Habsucht! Denn auch wenn einer \u00dcberfluss hat, beruht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":133,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"page-templates\/no-sidebar.php","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[13,12],"tags":[],"class_list":["post-707","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-mysticism-in-the-parable-of-the-world","category-sermons"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/707","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=707"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/707\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=707"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=707"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=707"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}