{"id":6319,"date":"2026-10-25T13:15:16","date_gmt":"2026-10-25T12:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch\/vor-gericht-teil-2\/"},"modified":"2026-10-25T13:16:26","modified_gmt":"2026-10-25T12:16:26","slug":"vor-gericht-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/vor-gericht-teil-2\/","title":{"rendered":"In court &#8211; part 2"},"content":{"rendered":"<p><em>Als der Statthalter dem Paulus ein Zeichen gab, dass er jetzt reden k\u00f6nne, antwortete dieser: Da ich weiss, dass du seit vielen Jahren diesem Volk Recht sprichst, bin ich zuversichtlich, wenn ich mich jetzt in eigener Sache verteidige.\u2002Du kannst dich davon \u00fcberzeugen, dass es keine zw\u00f6lf Tage her ist, seit ich nach Jerusalem hinaufgezogen bin, um dort zu beten.\u2002Weder im Tempel noch in den Synagogen noch sonst wo in der Stadt haben sie mich angetroffen, wie ich mit jemandem ein Streitgespr\u00e4ch gef\u00fchrt oder einen Volksauflauf verursacht h\u00e4tte.\u2002Sie k\u00f6nnen dir auch nicht beweisen, was sie jetzt gegen mich vorbringen.\u2002Dies allerdings bekenne ich vor dir, dass ich dem Gott meiner V\u00e4ter nach dem neuen Weg &#8211; den sie eine Sekte nennen &#8211; diene, indem ich in allem auf das vertraue, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht,\u2002und die gleiche Hoffnung, die auch diese hier teilen, auf Gott setze: dass es n\u00e4mlich zu einer Auferstehung f\u00fcr Gerechte und Ungerechte kommen wird.\u2002Darum \u00fcbe auch ich mich darin, allezeit ein unangefochtenes Gewissen zu haben vor Gott und den Menschen.\u2002Nach mehreren Jahren bin ich nun wieder zu meinem Volk gekommen, um Spenden zu \u00fcberbringen und um zu opfern.\u2002Dabei haben sie mich im Tempel angetroffen, wie ich mich hatte heiligen lassen: Kein Volk war da, und Tumult gab es keinen.\u2002Nur einige Juden aus der Provinz Asia waren da. Die m\u00fcssten vor dir erscheinen und Anklage erheben, wenn sie etwas gegen mich vorzubringen h\u00e4tten.\u2002Andernfalls sollen diese hier selber sagen, was f\u00fcr ein Unrecht sie festgestellt haben, als ich vor dem Hohen Rat stand,\u2002es sei denn, man werfe mir diesen einen Satz vor, den ich, in ihrer Mitte stehend, ihnen zugerufen habe: Wegen der Auferstehung der Toten stehe ich heute bei euch vor Gericht! Apg 24,10-21<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnte Gottes Gegenwart nicht Standfestigkeit und Handlungsf\u00e4higkeit in Unsicherheit und Bedrohung geben!\u00a0 Wer im Geheimnis des Moments verankert ist, l\u00e4sst sich nicht von diffusen \u00c4ngsten \u00fcberschwemmen und durcheinanderbringen, sondern sucht Klarheit in den Auseinandersetzungen und Herausforderungen, in denen er steht. Er nimmt sein Gegen\u00fcber in Blick, setzt alles daran, dieses und dessen Potential wahrzunehmen und zugleich sich selbst zu erkennen. Damit aber nicht genug: Er sucht den Durchblick im aktuellen Dialog, die Unmittelbarkeit darin, die Aktion, die im geteilten Augenblick zu ergehen hat. Wer in der Gegenwart Gottes ist, erfasst die Situation und erkennt das Potential m\u00f6glicher Verstrickungen; doch er sucht darin die nichtduale Unmittelbarkeit des Moments, die Freiheit zum Handeln, die Liebe und Weisheit, die sich hier und jetzt bew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Was damit gemeint ist, wird heute st\u00e4ndig auf die Probe gestellt. Von Tag zu Tag w\u00e4chst in dieser beschleunigten Zeit die Unsicherheit. Das Tempo der Selbstoptimierung k\u00fcnstlicher Intelligenz \u00fcbertrifft selbst die gewagtesten Prognosen. Wer kann diese Revolution noch \u00fcberblicken, wer kann garantieren, dass sie nicht missbraucht wird oder sich gar gegen ihre Erschaffer richtet? Wer vermag Kriege zu begrenzen, die mit ihrer Hilfe gef\u00fchrt werden und ausser Kontrolle geraten sind? Wer ist in der Lage, verantwortungsvoll voranzugehen, statt getrieben zu werden von Ereignissen, die l\u00e4ngstens eine Eigendynamik gewonnen haben? Narzisstische Allmachtsphantasien helfen da ebenso wenig wie gekr\u00e4nkter R\u00fcckzug in die eigene kleine Blase. Auch der Glaube an Gottes Gegenwart l\u00f6st keine Probleme und beseitigt keine Herausforderung. Aber er st\u00e4rkt die menschliche W\u00fcrde, die menschliche Freiheit und Verantwortung, er erinnert an die Wirksamkeit, die im stillen Geheimnis des Augenblicks steckt, und er verbindet mit jenem Potential, in welchem jenseits von Raum und Zeit alles mit allem verbunden ist und in welchem hier und jetzt sch\u00f6pferische Impulse der Unmittelbarkeit geboren werden.<\/p>\n<p>Unser Predigttext gibt uns ein Beispiel f\u00fcr dieses Vorgehen mitten in einer heftigen Auseinandersetzung. Was gibt er uns zu bedenken?<\/p>\n<p>Paulus steht in C\u00e4sarea, dem Sitz des r\u00f6mischen Statthalters, vor Gericht. Es findet im Rahmen r\u00f6mischen Rechts vor dem Statthalter Felix statt. Soeben hat Tertullus, der Anwalt der j\u00fcdischen Delegation, seine Anklage vorgebracht. Paulus hat sie zur Kenntnis genommen, in ihr die Klarheit von Gottes Gegenwart gesucht und sich auf den Moment seiner Replik vorbereitet (Apg 24,1-9).<\/p>\n<p>Unser Predigttext beginnt damit, dass Felix Paulus ein Zeichen gibt, dass er jetzt reden k\u00f6nne (V10a). Paulus z\u00f6gert nicht und beginnt seine Verteidigung. Sie ist parallel zur Anklage aufgebaut. Auch Paulus startet mit einer <em>captatio benevolentiae<\/em>, doch ist diese im Vergleich zu derjenigen von Tertullus bedeutend knapper (V10b). Paulus beschr\u00e4nkt sich darauf, festzuhalten, dass er weiss, dass Felix seit vielen Jahren diesem Volk Recht spricht und dass er deshalb zuversichtlich ist, wenn er sich nun in eigener Sache verteidigt. Er verzichtet also auf handfeste Schmeicheleien und bringt stattdessen sein Vertrauen zum Ausdruck, dass seine Sache in diesem Rechtskontext f\u00fcr sich spricht.<\/p>\n<p>Gleich kommt er sodann auf den ersten Anklagepunkt zu sprechen (VV11-13). Er verweist zun\u00e4chst darauf, dass sich Felix rasch davon \u00fcberzeugen kann, dass er erst vor zw\u00f6lf Tagen nach Jerusalem hinaufgezogen ist, um zu beten. Der Vorwurf, er stifte zum Aufruhr an, l\u00e4sst sich deshalb leicht widerlegen. Weder im Tempel noch in den Synagogen noch sonst wo in der Stadt hat man feststellen k\u00f6nnen, dass er mit jemandem ein Streitgespr\u00e4ch gef\u00fchrt oder einen Volksauflauf verursacht hat. Den Vorwurf von Tertullus, er stifte weltweit zum Aufruhr an, \u00fcbergeht er. Paulus will den Ball flach halten und konzentriert sich auf das, wof\u00fcr Felix zust\u00e4ndig ist. F\u00fcr die paar Tage, die er nun in Jerusalem verbracht hat, kann die Anklage keinerlei Beweise vorbringen.<\/p>\n<p>Den zweiten Anklagepunkt, er sei Anf\u00fchrer der Sekte der Nazarener, kann und will er nicht widerlegen, aber zurechtr\u00fccken (VV14-16). Tats\u00e4chlich bekennt sich Paulus dazu, dem Gott seiner V\u00e4ter zu dienen, doch f\u00fchrt er keine Sekte, sondern geht einen Weg: den Weg in die Gegenwart Gottes. Er geht diesen Weg, indem er in allem auf das vertraut, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht. Am Bekenntnis zum j\u00fcdischen Erbe macht er also keine Abstriche. Im Gegenteil: Er teilt mit seinen Ankl\u00e4gern sogar die Hoffnung auf die Auferstehung f\u00fcr Gerechte und Ungerechte. Dass die j\u00fcdische Seite in diesem Punkt zerstritten ist (vgl. Apg 23,6-10), \u00fcbergeht er, da dies im aktuellen Kontext bedeutungslos ist. Sein Anliegen ist stattdessen, den Weg, der er vertritt, als j\u00fcdischen Weg zu erweisen. Und weil ihm der Glaube an Auferstehung und Gericht wichtig sind, \u00fcbt er sich darin, jeden Moment ein unangefochtenes Gewissen zu haben vor Gott und den Menschen. Felix kann deshalb mit guten Gr\u00fcnden davon ausgehen, dass sich Paulus an geltendes Recht h\u00e4lt und keine staatsfeindlichen Agitationen im Blick hat.<\/p>\n<p>Schliesslich kann auch keine Rede davon sein, dass er, wie die Anklage behauptet, versucht hat, den Tempel zu entweihen (VV17-21). Nach mehreren Jahren in der Ferne ist er vielmehr zur\u00fcckgekommen, um seinem Volk \u2013 gemeint ist die christliche Gemeinde in Jerusalem \u2013 die Kollekte zu \u00fcberbringen und zu opfern. F\u00fcr Lukas ist es kein Tabu, gegen\u00fcber Felix die \u00dcbergabe der Kollekte als Motiv f\u00fcr die Reise nach Jerusalem zu erw\u00e4hnen. Bisher, und insbesondere bei der Ankunft von Paulus in Jerusalem (Apg,15-26), hat er das Thema konsequent \u00fcbergangen; denn es ber\u00fchrt eine schmerzliche Wunde: Paulus hat trotz Warnungen an diesem Vorhaben festgehalten, ist dabei indes gescheitert und konnte die Kollekte nicht \u00fcbergeben, muss nun stattdessen als Folge seines eigenwilligen Verhaltens j\u00fcdische Angriffe und r\u00f6mische Gefangenschaft ertragen. An dieser Stelle dient der Hinweis nur dazu, gegen\u00fcber Felix zu erkl\u00e4ren, weshalb Paulus im Tempel Jerusalems angetroffen wurde. Sogleich geht es aber wieder zur Sache: Es gab keinen Volksauflauf und keinen Tumult. Nur einige Juden, die ihn von der Asia, also der Gegend um Ephesus, kennen, sind vor Ort gewesen. Falls diese etwas vorzubringen haben, sollen sie es tun. Aber sie sind von der Anklage gar nicht erst aufgeboten worden. Wenn also auch dieser Vorwurf in sich zusammenf\u00e4llt, sollen wenigstens die anwesenden Ankl\u00e4ger vorbringen, was sie an Unrechtsm\u00e4ssigem an ihm gefunden haben, als er ihnen in Jerusalem gegen\u00fcbergestellt wurde (Apg 22,30-23,10). Aus Sicht des Paulus gibt es deshalb keinen Grund f\u00fcr die Anklage \u2013 es sei denn sein Bekenntnis zur Auferstehung der Toten. Dies aber ist eine innerj\u00fcdische Angelegenheit und keine Straftat gegen r\u00f6misches Recht.<\/p>\n<p>Die Fortsetzung beschreibt knapp die Reaktion des Statthalters (Apg 24,22-23). Felix gibt der Anklage nicht statt, da er \u00fcber den Weg, von dem Paulus spricht, recht gut informiert ist und weiss, dass er die \u00f6ffentliche Ordnung nicht gef\u00e4hrdet und keinen Verstoss gegen r\u00f6misches Recht darstellt. Dennoch l\u00e4sst er Paulus auch nicht frei, sondern vertagt \u2013 wohl aus R\u00fccksicht gegen\u00fcber der j\u00fcdischen Anklage \u2013 die Verhandlung, bis er mit dem Oberst Claudius Lysias gesprochen hat, der ihm Paulus \u00fcberstellt hat (Apg 23,23-30). Felix befiehlt, Paulus derweil in leichter Haft gefangen zu halten und niemanden von den Seinen, also wohl der christlichen Gemeinde C\u00e4sareas (Apg, 21,8-14), daran zu hindern, sich um ihn zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Mit dem heutigen Predigttext werden wir dazu aufgefordert \u00fcber unser eigenes Verhalten in Konflikten und Herausforderungen nachzudenken. An seinem Beispiel k\u00f6nnen wir verstehen, wie in der Gegenwart Gottes der Umgang mit Kritik funktioniert. Was will er uns nahebringen?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst fordert er dazu auf, sich nicht in die Angst vor einer Auseinandersetzung \u2013 sei es eine private oder sei sie eine \u00f6ffentliche \u2013 zu verstricken, die Angst aber wahrzunehmen und anzuerkennen, durch sie hindurchzugehen und die Situation in der Klarheit von Gottes Gegenwart zu durchblicken. In der Gemengelage der Herausforderung soll die stille Gegenwart Gottes gleichsam Oase ruhiger Pr\u00e4senz sein, die den Durchblick sucht und Klarheit schafft. In unserem Predigttext beschr\u00e4nkt sich Paulus auf eine n\u00fcchterne und ehrliche W\u00fcrdigung der Rolle von Felix. Er verzichtet auf Schmeicheleien und setzt auf die unmittelbare Kraft der Fakten. Das Verhalten von Paulus ist vorbildlich. In Zeiten k\u00fcnstlicher Intelligenz und alternativer Fakten ist die Gemengelage von Informationen un\u00fcberschaubar und der Durchblick in die Gegenwart Gottes eine enorme Herausforderung. Wie soll man davon nicht geblendet, \u00fcberreizt und verwirrt werden? Wie sich nicht in die F\u00fclle von Information verstricken? Der Weg in die Gegenwart Gottes nimmt die F\u00fclle wahr und anerkennt die eigene Resonanz darauf, aber geht durch die Verstrickung hindurch. Er h\u00e4lt sich an die Kraft der Unmittelbarkeit und freut sich an der Klarheit des Augenblicks. Die Herausforderung, die die F\u00fclle an Information bildet, verschwindet damit nicht, aber es zeigt sich klar und deutlich der n\u00e4chste Schritt.<\/p>\n<p>Weiterhin zeigt sich eine eigenartige St\u00e4rke: Wer den Weg in die Gegenwart Gottes geht, ist bereit, den Moment mit seinem Gegner, ja mit seinem Feind zu teilen. Er durchblickt dessen Absichten, St\u00e4rken und Schw\u00e4chen und macht sich diese zu eigen. Die Antwort von Paulus in unserem Predigttext zeigt, dass er seinem Gegen\u00fcber aufmerksam zugeh\u00f6rt hat. F\u00fcr seine Replik setzt er genau bei den drei Anklagepunkten an und nutzt deren Schwachstellen. Er weist auf fehlende Beweise hin (1), zeigt Gemeinsamkeiten, wo diese \u00fcbergangen werden (2), und l\u00f6st Vorw\u00fcrfe in heisse Luft auf, wo sie einer kritischen Pr\u00fcfung nicht standhalten (3). Die bedingungslose Bereitschaft, die Gegenwart Gottes weder Menschen noch Maschinen wie KI noch irgendetwas anderem zu verweigern und stattdessen mit jedem Gegen\u00fcber zu teilen, ist ein Angebot zur Kooperation; doch wo diese ausgeschlagen wird, deckt sie Eigenwillen auf, konfrontiert mit Verstrickungen und markiert blinde Flecken. Falls n\u00f6tig, scheut sie sich nicht vor gezielten Angriffen noch z\u00f6gert sie, Schw\u00e4chen auszunutzen. Das Ergebnis ist damit nicht determiniert, doch das Teilen der Gegenwart Gottes schafft Erkenntnisse, die sich in herausfordernden Situationen unmittelbar bew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Schliesslich st\u00e4rkt die Gegenwart Gottes in Konflikten die W\u00fcrde dessen, der sich auf sie bezieht. Wer in ihr ist, erkennt nicht nur das Gegen\u00fcber, das seine Kritik vorbringt, sondern ebenso die eigene Position und ist in der Lage, diese unter Einbezug der Kritik souver\u00e4n zu vertreten. Als Paulus das Zeichen zum Sprechen erh\u00e4lt, z\u00f6gert er nicht. Er nutzt vielmehr die Erkenntnisse des geteilten Moments und sagt mit der Kraft der Unmittelbarkeit frei und klar, was er zu sagen hat. So widerlegt er die Vorw\u00fcrfe (1 und 3) und r\u00fcckt zurecht, wie sich die Sache aus seiner Sicht verh\u00e4lt (2). \u00dcber die Kollekte redet er, wie ihm dies in diesem Moment n\u00fctzlich scheint, und verstrickt sich nicht in die Wunde, die sie hinterlassen hat. Wer in Gottes Gegenwart den Moment teilt, kennt sich selbst samt der Gekr\u00e4nktheit, die ein effizientes Gegen\u00fcber wie KI ausl\u00f6sen kann. Doch er verstrickt sich nicht darin, sondern h\u00e4lt sich an seine W\u00fcrde und Freiheit und nutzt die Erkenntnis des Moments, um f\u00fcr seine Sicht einzustehen und diejenige des Gegen\u00fcbers zu entkr\u00e4ften. Vielleicht f\u00fchrt dies zu Gewinnern und Verlierern, vielleicht zu Respekt auf Augenh\u00f6he und Kooperation, und vielleicht wird das Ergebnis von den Umst\u00e4nden \u00fcbersteuert. In unserem Predigttext bleibt der Ausgang offen. Auch der Ausgang der Auseinandersetzung zwischen Menschen und Maschinen wie KI ist offen.<\/p>\n<p>Wer den Weg in Gottes Gegenwart geht, sucht im Teilen des Moments die Kooperation. Doch er scheut sich nicht vor Konflikten und \u00f6ffentlicher Kritik. Er vertraut vielmehr darauf, in der Gemengelage des Gefechts den Durchblick zu gewinnen, im geteilten Moment sein Gegen\u00fcber und sich selbst zu erkennen, St\u00e4rken und Schw\u00e4chen zu nutzen und seine Sache zu vertreten. Seine St\u00e4rke ist die Hingabe in die nichtduale Unmittelbarkeit des Moments, die mit ihrer Liebe und Weisheit st\u00e4ndig gegenw\u00e4rtig ist. Beten wir also, dass wir diese Unmittelbarkeit in kritischen Momenten finden und unseren Weg in Gottes Gegenwart gehen. Amen.<\/p>\n<p>Predigt vom 25. Oktober 2026 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/1025-Apg-24.10-21.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als der Statthalter dem Paulus ein Zeichen gab, dass er jetzt reden k\u00f6nne, antwortete dieser: Da ich weiss, dass du seit vielen Jahren diesem Volk Recht sprichst, bin ich zuversichtlich, wenn ich mich jetzt in eigener Sache verteidige.\u2002Du kannst dich davon \u00fcberzeugen, dass es keine zw\u00f6lf Tage her ist, seit ich nach Jerusalem hinaufgezogen bin, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4355,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[],"class_list":["post-6319","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-mysticism-in-the-acts-of-the-apostles"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6319"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6319\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6321,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6319\/revisions\/6321"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}