{"id":5341,"date":"2024-08-25T12:22:35","date_gmt":"2024-08-25T10:22:35","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch\/wuerfel-spielen\/"},"modified":"2024-11-09T14:28:31","modified_gmt":"2024-11-09T13:28:31","slug":"does-god-play-dice","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/does-god-play-dice\/","title":{"rendered":"Does God play dice?"},"content":{"rendered":"<p><em>Ausgesandt vom heiligen Geist, zogen sie nach Seleukia hinunter, von dort setzten sie \u00fcber nach Zypern.\u2002In Salamis angekommen, verk\u00fcndigten sie in den Synagogen der Juden das Wort Gottes; zu ihrer Unterst\u00fctzung hatten sie Johannes bei sich.\u2002Nachdem sie die ganze Insel bis Paphos durchzogen hatten, trafen sie auf einen Magier, einen j\u00fcdischen Pseudopropheten mit Namen Barjesus.\u2002Er geh\u00f6rte zum Gefolge des Prokonsuls Sergius Paulus, eines verst\u00e4ndigen Mannes. Dieser liess Barnabas und Saulus rufen und w\u00fcnschte, das Wort Gottes zu h\u00f6ren.\u2002Doch Elymas, der Magier &#8211; so lautet sein Name auf Griechisch &#8211; trat ihnen entgegen und versuchte, den Prokonsul vom Glauben abzuhalten.\u2002Saulus aber, der auch Paulus heisst, erf\u00fcllt von heiligem Geist, fasste ihn ins Auge\u2002und sprach: Du, der du voller List und T\u00fccke bist, du Sohn des Teufels, du Feind aller Gerechtigkeit, willst du nicht aufh\u00f6ren, die geraden Wege des Herrn zu verdrehen?\u2002Pass auf, jetzt kommt die Hand des Herrn \u00fcber dich, und du wirst blind werden und f\u00fcr eine gewisse Zeit die Sonne nicht mehr sehen. Und auf der Stelle fiel Dunkelheit und Finsternis \u00fcber ihn, und er tastete umher und suchte Leute, die ihn f\u00fchren w\u00fcrden.\u2002Als der Prokonsul sah, was da geschehen war, kam er zum Glauben, \u00fcberw\u00e4ltigt von der Lehre des Herrn. Apg 13,4-12<\/em><em>\u00a0<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Die Gegenwart Gottes ist die Kraft bedingungsloser Pr\u00e4senz. Sie ist nichtduale Unmittelbarkeit, frei von Wertungen, jenseits von Gut und B\u00f6se. In dieser Gegenwart \u00f6ffnet sich ein Wahrscheinlichkeitsfeld. Jeden Moment fallen die W\u00fcrfel der Vergangenheit, jeden Moment werden die W\u00fcrfel der Zukunft geworfen. Das W\u00fcrfelspiel hat seine Regeln, doch wie die W\u00fcrfel fallen, bleibt Zufall. Gott greift nicht ein. Doch f\u00fcr Gott geh\u00f6rt dieses W\u00fcrfelspiel zur Sch\u00f6pfung dieses Universums. Denn es ist die Weisheit, die es in seiner Gegenwart spielt, jene Weisheit, die Gott am Anfang seines Wegs geschaffen hat, vor seinen anderen Werken, vor aller Zeit. Sie spielt es jeden Moment. Schon bevor Gott die Erde geschaffen hatte, spielte sie es, ja noch bevor es \u00fcberhaupt etwas gab und die Zeit entstanden war. Gott stand sie als Werkmeisterin bei der Sch\u00f6pfung des Universums zur Seite, war ihm Tag f\u00fcr Tag eine Freude, allezeit spielte sie es. Und sie spielt es bis in alle Ewigkeit. Gott liebt sie und l\u00e4sst sie spielen, im ganzen Universum und zum Segen aller, die sich auf ihr Spiel einlassen. Die Regeln dieses W\u00fcrfelspiels und der Zufall, der im eigen ist, geben sich die Hand. Gott ist frei von beidem. Gott ist weder dieses noch jenes, doch in beidem mit seiner Liebe und Weisheit bedingungslos gegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<p>Die Spr\u00fcche des Alte Testaments inspirieren zu diesem Verst\u00e4ndnis des Universums. Sie erz\u00e4hlen von genau jener Weisheit, die vor Gott spielt, w\u00e4hrend Gott die Welt erschafft (Spr 8,22-31). Diese alte Weisheit hat heute hat unerwartete Aktualit\u00e4t erhalten. Das trotzige Diktum <em>Albert Einstein<\/em>s \u201eGott w\u00fcrfelt nicht\u201c spiegelt es. <em>Niels Bohr<\/em>, dem er es zugeworfen hat, soll ihm geantwortet haben, er solle doch aufh\u00f6ren, Gott Vorschriften zu machen, wie er die Welt regieren soll. Was f\u00fcr <em>Einstein<\/em> unertr\u00e4glich ist, ist f\u00fcr den Quantenphysiker <em>Bohr<\/em> eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit: dass es Wahrscheinlichkeitsfelder gibt, also fliegende W\u00fcrfel, die erst im Moment der Beobachtung ihr zuf\u00e4lliges Ergebnis annehmen. Das Ergebnis ist nicht Willk\u00fcr, die W\u00fcrfel unterliegen ihren Gesetzen. Fliegende W\u00fcrfel aber sind zun\u00e4chst virtuell. Wirklichkeit ist, jedenfalls nach dieser Deutung, was im Moment beobachtet wird, in dem sie fallen. Was das ist, ist stets Zufall. Beides, Spielregeln und Zufall, definieren das W\u00fcrfelspiel, das in diesem Universum stattfindet.<\/p>\n<p>In dieser postchristlichen Zeit k\u00f6nnte ein Verst\u00e4ndnis dieser spielenden Weisheit von Interesse sein. Es entlarvt die Vorstellung eines allm\u00e4chtigen, allwissenden Gottes, der alles in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt und zu einem guten Ergebnis f\u00fchrt, als patriarchales oder mindestens paternalistisches Wunschdenken. Der Abschied von dieser Projektion wird zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Zugleich aber weiss es um den Segen, der in der Gegenwart Gottes steckt. Das Wahrscheinlichkeitsspiel der Weisheit, als das dieses Universum in der Gegenwart Gottes geschieht, schafft mit seinen festen Gesetzen den Rahmen, doch der Spielverlauf bleibt vom Zufall bestimmt. Die Verkettung von Ursache und Folge stellt es nicht in Frage, aber es anerkennt die prinzipielle Unsch\u00e4rfe, die auf keine Art und Weise beseitigt werden kann, und die Restunsicherheit komplexer Prozesse. Gl\u00fcck und Pech geh\u00f6ren zum Spiel. Bin ich in der Gegenwart Gottes, f\u00fchrt mich ihre Liebe in das grosse W\u00fcrfelspiel der Weisheit ein und fordert mich zum Mitspielen auf: anzuerkennen, wie die W\u00fcrfel fallen und sie mit Freude und frei von Wertungen erneut zu werfen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Ein solcher Glaube entspricht zwar alter Weisheit. Aber er wird bis zum heutigen Tag immer wieder durch andere Vorstellungen, etwa durch patriarchale oder paternalistische Illusionen, \u00fcberdeckt und beiseite gewischt. Geben wir ihm doch eine Chance! Unser Predigttext zeigt uns den Weg.<\/p>\n<p>Er erz\u00e4hlt von der ersten grossen Mission, die Barnabas und Saulus unternehmen. Ihm voraus geht die Erz\u00e4hlung, wie die beiden von der Gemeinde in Antiochia dazu beauftragt werden (Apg 13,1-3). Sie haben sich als Team bew\u00e4hrt und viel zum Aufbau der Gemeinde beitragen (Apg 11,25f). Nun sind sie zu ihrer ersten grossen Aufgabe ausgesandt.<\/p>\n<p>An dieser Stelle setzt unser Predigttext ein. Festgehalten wird zun\u00e4chst ihre Reiseroute (V4f). Ausgesandt vom heiligen Geist ziehen sie in die etwa 25km entfernte Hafenstadt Seleuzia. Von dort segeln sie hin\u00fcber nach Zypern. In Salamis, ganz im Osten der Insel, gehen sie an Land und suchen die Synagoge auf. Dort verk\u00fcnden sie zuerst den Juden das Wort Gottes, bevor sie sich auch den Heiden zuwenden. Die Synagoge ist eine geeignete Rekrutierungsbasis. Zu ihrer Unterst\u00fctzung haben sie Johannes Markus bei sich (vgl. Apg 12,12.25).<\/p>\n<p>Erz\u00e4hlt wird nun, dass sie die ganze Insel bis zur Hafen- und Residenzstadt Paphos im s\u00fcdwestlichen Zipfel durchziehen und dabei auf einen Magier, einen j\u00fcdischen Pseudopropheten, treffen (V6). Der Text l\u00e4sst keine Zweifel, dass er ebenso aus j\u00fcdischer, wie christlicher Perspektive disqualifiziert ist. Immerhin wird sein Name genannt: Barjesus, Sohn des Jesus. Doch dieser Barjesus hat ein prominentes soziales Umfeld (V7). Er geh\u00f6rt n\u00e4mlich zum Gefolge des r\u00f6mischen Prokonsuls Sergius Paulus, der als verst\u00e4ndiger Mann beschrieben wird. Sergius Paulus h\u00f6rt von Barnabas und Saulus, l\u00e4sst sie rufen und w\u00fcnscht, von ihnen das Wort Gottes zu h\u00f6ren. Doch da kommt es zum Konflikt (V8-11).<\/p>\n<p>Denn der Magier \u2013 jetzt wird er Elymas genannt, was sein griechischer Name sein soll \u2013 tritt dazwischen und versucht, den Prokonsul vom Glauben abzuhalten. Saulus ist also gefordert, sich auf seiner ersten grossen Mission als Vertreter des christlichen Glaubens zu bew\u00e4hren. Unser Predigttext markiert diesen Moment, indem er festh\u00e4lt, dass Saulus auch Paulus genannt wird. In der Folge spricht die Apostelgeschichte nicht mehr von Saulus, sondern konsequent von Paulus. Paulus, erf\u00fcllt von heiligem Geist, fasst seinen Konkurrenten ins Auge und kritisiert ihn scharf. Er wirft ihm vor, er sei voller List und T\u00fccke, der Sohn des Teufels und Feind aller Gerechtigkeit. F\u00fcr ihn ist klar, dass sich Barjesus beim Prokonsul eingeschmeichelt hat, auf dessen Gunst aus ist und nicht aufrichtig f\u00fcr Gott einsteht. Er fordert ihn deshalb auf, damit aufzuh\u00f6ren, die geraden Wege Gottes zu verdrehen. Denn nun bekomme er die Folgen seines Tuns zu sp\u00fcren. Die Weisheit des Alten Testament hat es bereits beobachtet: Der t\u00f6richte Schw\u00e4tzer kommt zu Fall, und wer krumme Wege geht, wird ertappt (Spr 10,8b.9b). Barjesus erf\u00e4hrt dies nun am eigenen Leib. Paulus macht ihm klar, dass die Hand Gottes \u00fcber ihn kommt, dass er f\u00fcr eine gewisse Zeit erblinden und die Sonne nicht mehr sehen werde. Die Dunkelheit, die er mit seiner Unaufrichtigkeit verbreitet hat, soll ihn selbst einholen. Allerdings nur f\u00fcr eine gewisse Zeit. Er soll die Chance haben, seinen Fehler zu erkennen, umzukehren und das Licht wieder zu sehen. Was ihm Paulus ank\u00fcndigt, tritt sogleich ein. Auf der Stelle f\u00e4llt Dunkelheit und Finsternis \u00fcber ihn. Er tastet umher und sucht Leute, die ihn f\u00fchren. Als Berater im Gefolge des Prokonsuls hat Barjesus damit ausgedient.<\/p>\n<p>Die Geschichte endet damit, dass nicht Paulus in Blick kommt, sondern der Prokonsul (V12). Als dieser n\u00e4mlich sieht, was geschieht, kommt er zum Glauben, \u00fcberw\u00e4ltigt von der Lehre Gottes. Das Ergebnis des Konflikts mag wahrscheinlich gewesen sein, doch erst im Moment, in dem die W\u00fcrfel fallen, ist er \u00fcberzeugt. Die Weisheit lobt den Tag nicht vor dem Abend. Sie kennt ihr Spiel mit Gesetz und Zufall. Auch Paulus hat in diesem Konflikt Gl\u00fcck. Bald holt ihn jedoch das Pech ein. Er wird verjagt (Apg 13,50) und gesteinigt (Apg 14,19). Aber die Gegenwart Gottes verankert ihn in jener Liebe und Weisheit, die jeden Moment spielt, wie auch immer die W\u00fcrfel gerade liegen. Den Prokonsul hat genau diese bedingungslose Pr\u00e4senz \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Die Besinnung auf diese Geschichte am heutigen Tag ermutigt uns, \u00fcber jenes grosse W\u00fcrfelspiel nachzudenken, als das dieses Universum in der Gegenwart Gottes jeden Moment geschieht. Das Beispiel, in welchem es sich in unserem Predigttext konkret manifestiert, ist ein Konflikt zwischen zwei Menschen. Versuchen wir, das Spiel in diesem Konflikt zu verstehen!<\/p>\n<p>Die Grundlage dieses Spiels ist die bedingungslose, ganz und gar wertfreie Gegenwart von Gottes Liebe und Weisheit. In der Gegenwart Gottes gibt es keine Manipulation des W\u00fcrfelspiels, kein Gut und B\u00f6se, kein erw\u00fcnschtes oder unerw\u00fcnschtes Ergebnis. Die W\u00fcrfel fallen, die W\u00fcrfel werden wieder geworfen. Das Spiel geschieht, wie es geschieht. Paulus ist in der Gegenwart Gottes von Moral und politischer Korrektheit befreit. Sie gibt ihm Durchblick im Konflikt und Mut, unbefangen zu sagen, was Sache ist. In der Gegenwart Gottes l\u00f6sen sich Verstrickungen und Blockaden auf. Das Problem kann isoliert und treffsicher angegangen werden. Ganz von selbst ist pl\u00f6tzlich die L\u00f6sung da. Es ist nicht der L\u00e4rm der Gedanken, der die Musik macht. Musik entsteht erst, wenn die M\u00fche abf\u00e4llt und das Spiel beginnt. Vielleicht ist viel \u00dcbung n\u00f6tig, um zu dieser Einfachheit zu gelangen, vielleicht braucht es Jahre, um das alte Ger\u00fcmpel aus dem Weg zu r\u00e4umen. Doch die Gegenwart Gottes ist st\u00e4ndig gegenw\u00e4rtig. Ich kann hier und jetzt in ihr Spiel einsteigen.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt freilich die Offenheit f\u00fcr das Spiel mit dem Zufall. Das W\u00fcrfelspiel macht es augenf\u00e4llig: Ohne Zufall, kein Spiel. Das zeigt sich in Fussball, Musik oder eben einem Konflikt. Einiges kann ich bestimmen, vieles ist dem Moment \u00fcberlassen. Paulus wird v\u00f6llig zuf\u00e4llig in den Konflikt mit Barjesus geworfen. Er l\u00e4sst sich darauf ein, erkennt seine Chance und setzt auf sein Gl\u00fcck. Der Erfolg gibt ihm recht. Doch Sicherheit, ob er recht hat, hat auch er keine. Auch von aussen betrachtet, ist das Spiel ergebnisoffen. Der Prokonsul Sergius Paulus mag Erwartungen gehabt haben, aber erst als die W\u00fcrfel fallen, ist er \u00fcberzeugt. Er geh\u00f6rt damit zum Spiel. Auch als Beobachter spielt er, indem er beobachtet, hier und jetzt mit. Ein Spiel umfasst alles, was gerade geschieht. Strategie und Taktik, also eine gewisse Aussenperspektive, geh\u00f6ren je nach Spiel auch dazu. Ein Spiel aber geschieht im Moment, zuf\u00e4llig, nicht linear. Nehme ich einen Konflikt spielerisch, bleibe ich selbstverantwortlich f\u00fcr mein Tun hier und jetzt. Die Kontrolle \u00fcber den Spielverlauf habe ich nicht. Sie ist weder m\u00f6glich noch n\u00f6tig. Denn die Gegenwart der Liebe und Weisheit Gottes ist der Moment, ernsthaft und doch mit Humor ins Spiel einzusteigen. Wie k\u00f6nnte dies in einem Konflikt nicht hilfreich sein!<\/p>\n<p>Zum Spiel geh\u00f6rt der Zufall, zum Spiel geh\u00f6rt aber ebenso seine Verl\u00e4sslichkeit. Das Wahrscheinlichkeitsfeld, in dem es geschieht, bildet den Rahmen. Darin aber folgt es seinen Regeln. Wer die Regeln bricht, wird zum Spielverderber und h\u00f6rt auf zu spielen. Doch in der Gegenwart Gottes geht das Spiel in diesem Universum jeden Moment weiter. Ohne Willk\u00fcr, sondern als geregeltes Spiel der Weisheit, das Gott liebt. Paulus durchschaut Barjesus und versteht das Spiel, in das er in diesem Konflikt geworfen ist. Er rechnet deshalb damit, dass er mit seinem Vorgehen Erfolg haben d\u00fcrfte. Barjesus hingegen muss die Konsequenzen seiner Spielverweigerung tragen. Ihm bleibt die Chance, umzukehren, sich mit den Regeln des Spiels vertraut zu machen und ins Spiel einzusteigen. Mein Verhalten hat stets Auswirkungen. Die Gesetze der Natur gelten. Doch das Spiel funktioniert nicht wie eine Maschine. Wie die Gegenwart Gottes konkret geschieht, ist ein Wahrscheinlichkeitsereignis. Will ich mitspielen, lasse ich mich von Gottes Liebe zu diesem Spiel der Weisheit leiten, beachte die Risikofaktoren und packe meine Chance. Garantie auf Erfolg habe ich keine, aber Grund genug, im Vertrauen auf die Kraft der Gegenwart Gottes mein Gl\u00fcck zu versuchen.<\/p>\n<p>Die Gegenwart Gottes mit ihrer Liebe zum W\u00fcrfelspiel der Weisheit schafft bedingungslose Freiheit und Spielfreude. Sie lehrt spielen, sie lehrt gewinnen, und sie lehrt verlieren. Die Mystik der Gegenwart Gottes weiht in beides ein, in Erfolg und Misserfolg, Gl\u00fcck und Pech. In ihrer Mitte aber bleibt die Kraft ihrer bedingungslosen Pr\u00e4senz (vgl. Phil 4,12f). Ein solcher spielerischer Glaube ist Lebenskunst und in postchristlicher Zeit ein Segen. Er schafft Leichtigkeit im Ernst und Heiterkeit im Leid. Beten wir deshalb, dass wir von der Gegenwart Gottes durchdrungen werden und mit Liebe im Spiel der Weisheit mitspielen. Amen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <em>Benz, Arnold \/ Vollenweider, Samuel<\/em> (2015): W\u00fcrfelt Gott? Was Physik und Theologie einander zu sagen haben, Verlagsgemeinschaft Topos: Kevelaer, 134-146, bietet eine inspirierende Diskussion des Themas.<\/p>\n<p>Predigt vom 25. August 2024 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/0825-Apg-13.4-12.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgesandt vom heiligen Geist, zogen sie nach Seleukia hinunter, von dort setzten sie \u00fcber nach Zypern.\u2002In Salamis angekommen, verk\u00fcndigten sie in den Synagogen der Juden das Wort Gottes; zu ihrer Unterst\u00fctzung hatten sie Johannes bei sich.\u2002Nachdem sie die ganze Insel bis Paphos durchzogen hatten, trafen sie auf einen Magier, einen j\u00fcdischen Pseudopropheten mit Namen Barjesus.\u2002Er [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4355,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[],"class_list":["post-5341","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-mysticism-in-the-acts-of-the-apostles"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5341"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5341\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}