{"id":5219,"date":"2024-04-28T12:15:03","date_gmt":"2024-04-28T10:15:03","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch\/unmittelbarkeit\/"},"modified":"2024-04-28T12:16:24","modified_gmt":"2024-04-28T10:16:24","slug":"immediacy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/immediacy\/","title":{"rendered":"Immediacy"},"content":{"rendered":"<p><em>In diesen Tagen kamen auch Propheten von Jerusalem nach Antiochia herab. Einer von ihnen mit Namen Agabus trat auf und k\u00fcndigte durch den Geist eine grosse Hungersnot an, die \u00fcber die ganze Erde kommen werde; diese trat dann unter Claudius ein. Von den J\u00fcngern aber stellte ein jeder zur Verf\u00fcgung, was er zu geben imstande war, um es den in Jud\u00e4a wohnhaften Br\u00fcdern und Schwestern zur Unterst\u00fctzung zukommen zu lassen. Und dann schickten sie es durch die Hand des Barnabas und des Saulus den \u00c4ltesten. Apg 11,27-30<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Gottes Gegenwart ist pure Gnade \u2013 ein Ereignis bedingungsloser Pr\u00e4senz, ein Moment unmittelbaren Wohlwollens. Da ist kein menschliches Zutun auszumachen, kein nat\u00fcrlicher oder technischer Einfluss. Wo Gottes Gnade gegenw\u00e4rtig wird, entsteht direkter Kontakt, Begegnung von Herz zu Herz, Beziehung in Einfachheit. Das Komplizierte kommt auf den Punkt, das \u00dcberfl\u00fcssige verschwindet, und das Wesentlich wirkt. Die Gnade Gottes schafft Unmittelbarkeit in der F\u00fclle der Dinge und bringt Unbedingtheit mitten in der Bedingtheit dieses Universums. Ist es ein Wunder, wo dies geschieht? Oder nichts anderes als das Geheimnis der Wirklichkeit, das in jedem Moment waltet?<\/p>\n<p>Menschen k\u00f6nnen sich das Leben kompliziert machen. Anstatt wach im Moment zu sein und schlicht und einfach auf die Information des Hier und Jetzt zu achten, k\u00f6nnen sie sich im Vielen verlieren. Ich kann nachts wachliegen. Der tiefe Serotoninspiegel, also die Talsohle des aufhellenden Hormons, kann Unsicherheit und \u00c4ngste sch\u00fcren. Pl\u00f6tzlich breiten sich d\u00fcstere Emotionen \u00fcber ungel\u00f6ste Themen aus und bringen mich ins Gr\u00fcbeln. Eine Negativspirale startet, macht mich hellwach, und das Einschlafen wird zur Unm\u00f6glichkeit. Dabei liegt die L\u00f6sung ganz nah: \u00dcberlasse ich mich der Gnade Gottes und lasse alles andere sein, bin ich genau bei dem, was hier und jetzt ansteht: beim Schlafen. Das Gr\u00fcbeln verschwindet, und schon bin ich wieder eingeschlafen. Die Gnade Gottes bringt unaufgeregt in den Moment. Dank ihr schlafe ich, wenn ich schlafe, dank ihr denke ich, wenn ich denke. In der Gnade Gottes tue ich genau das, was ich tue. Nichts mehr und nichts anderes. Das ist eine Wohltat.<\/p>\n<p>Die Rede von der Gnade Gottes geh\u00f6rt zum klassischen Inventar christlicher Sprache. Was sie anzeigt, ist indes mit Worten nicht zu fassen. Dem christlichen Erbe geb\u00fchrt Dank, darauf zu verweisen. Es markiert dieses Unfassbare mit Worten, ruft es in Erinnerung, setzt es als Thema und ringt immer wieder darum, das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich zu machen und zur Sprache zu bringen. Das verdient Respekt. Allein mit Worten ist das indes nicht zu schaffen. Wo Worte die Gegenwart der Gnade zu ersetzen versuchen, werden sie zum Hindernis, wo sie sich als Vermittler zelebrieren, versperren sie den Weg der Unmittelbarkeit. Die Gnade Gottes spricht unvermittelt f\u00fcr sich, \u00abohne Sprache, ohne Worte, mit unh\u00f6rbarer Stimme\u00bb (Ps 19,4). Sie durchdringt das Denken, ber\u00fchrt das Herz und erfasst den ganzen K\u00f6rper. Jedes Distanzieren verschwindet, jedes Wenn und Aber l\u00f6st sich auf, jedes Fl\u00fcchten wird versperrt. In diesem Moment der Demut tritt an die Stelle des Ichs die Unbedingtheit der Gegenwart Gottes. Was die Rede von der Gnade Gottes anzeigt, ist ein mystisches Ereignis \u2013 ein Ereignis, das alles religi\u00f6se Sprechen \u00fcberschreitet und sich doch dankbar in den Sprachen der Religionen zu reflektieren sucht.<\/p>\n<p>Unser Predigttext illustriert dies beispielshaft. Ihm geht ein Bericht \u00fcber das Aufkeimen des christlichen Gemeindelebens in den Metropole Antiochia voraus (Apg 11,19-26). Nach der ersten Verfolgung der christlichen Gemeinde in Jerusalem aufgrund der Steinigung des Stephanus setzen sich einige nach Antiochia ab. Sie erz\u00e4hlen dort von ihrem neuen Glauben, dass Jesus der Herr sei \u2013 zuerst den Juden, dann auch den Griechen. Aus einem partikularen Glauben innerhalb des Judentums wird ein universaler Glaube, der allen Menschen gilt. Die Gemeinde in Jerusalem, die davon erf\u00e4hrt, schickt Barnabas, um sich \u00fcber die Zust\u00e4nde in Antiochia ein Bild zu machen. Was er sieht, macht ihm Freude: die Gnade Gottes. Er ermutigt deshalb alle, auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren. Er sucht sogar Saulus und bringt ihn nach Antiochia, um mit ihm das dortige Gemeindeleben aufzubauen. Sie arbeiten ein Jahr zusammen und haben Erfolg. Eine stattliche Anzahl von Menschen l\u00e4sst sich von ihrer Botschaft \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Hier setzt unser Predigttext ein. Er erz\u00e4hlt, was in diesen Tagen, also nach der einj\u00e4hrigen Aufbauarbeit von Barnabas und Saulus, geschieht (V27). Von Jerusalem kommen n\u00e4mlich Propheten nach Antiochia herab. F\u00fcr Paulus ist die Prophetie eine der Gaben, die entsprechend der Gnade gegeben wird (R\u00f6m 12,6). Sie muss deshalb aus Liebe geschehen (1Kor 13,2). Wer mit der Gnade der Liebe prophetische Worte spricht, der erbaut, ermutigt und tr\u00f6stet (1Kor 14,3). So verstandene Prophetie geh\u00f6rt konstitutiv zu einer Gemeinde, die im Geist lebt (1Kor 12,1ff). An unserer Stelle wird nun also berichtet, dass eine Gruppe von Propheten nach Antiochia kommt. Herausgehoben wird, was einer von ihnen, Agabus, zu sagen hat (V28). Agabus wird Paulus sp\u00e4ter dessen Gefangenschaft ank\u00fcndigen (Apg 21,10f). Ausdr\u00fccklich wird festgehalten, dass er durch den Geist spricht. Sein Wort wird also als g\u00f6ttlich legitimiert beschrieben. Hier nun k\u00fcndet eine grosse Hungersnot an, die \u00fcber die ganze Erde kommen werde. Angef\u00fcgt wird zudem, dass diese Hungersnot unter dem r\u00f6mischen Kaiser Claudius (41-54 n.Chr.) tats\u00e4chlich eingetroffen ist. Antike Texte belegen zwar f\u00fcr diese Zeit keine weltweite Hungersnot, doch berichtet der j\u00fcdische Historiker Josephus, dass wohl Pal\u00e4stina in diesen Jahren von einer schweren Hungersnot heimgesucht wird. Die Warnung des Agabus verklingt in Antiochia nicht ungeh\u00f6rt (V29). Von der christlichen Gemeinde stellt ein jeder zur Verf\u00fcgung, was er geben kann, um es den in Jud\u00e4a wohnenden Br\u00fcdern und Schwestern zur Unterst\u00fctzung zukommen zu lassen. Von einem geforderten Mindestbetrag ist nicht die Rede. Die Gnade, die im prophetischen Wort des Agabus zu Wort kommt, ber\u00fchrt die Herzen der Menschen und motiviert sie, ohne Z\u00f6gern, freiwillig und selbstverantwortlich zu geben, was sie zu geben verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Schliesslich wird festgehalten, was mit der gesammelten Kollekte geschieht (V30): Sie wird durch die Hand von Barnabas und Saulus den \u00c4ltesten in Jerusalem geschickt. Betont wird also die unmittelbare Solidarit\u00e4t der Gemeinde in Antiochia mit der Gemeinde in Jerusalem. Dieses Engagement f\u00fcr die Diakonie entspricht lukanischer Theologie (Apg 4,32-37; 6,1-6). F\u00fcr Lukas scheint klar zu sein, dass Saulus drei Reisen nach Jerusalem unternommen hat (Apg 9,26-30; 11,30 + 12,25; 15,1ff) und dass die Kollektenreise die zweite von ihnen gewesen ist. Paulus weiss indes nichts von einer solchen Reise und spricht nur von zwei Jerusalemreisen (Gal 1,18; 2,1f). Hat Paulus die Kollekte bei seiner letzten Jerusalemreise mitgenommen? Was historisch genau geschehen ist, ist aufgrund der vorliegenden Texte unklar und widerspr\u00fcchlich. Gewiss ist indes, dass Lukas davon \u00fcberzeugt ist, dass die Gnade Gottes, die Barnabas in Antiochia antrifft und die im Propheten Agabus zu Wort kommt, ein unmittelbares Engagement zur Unterst\u00fctzung der von Hunger betroffenen Gemeinde in Jerusalem bewirkt.<\/p>\n<p>Besinnen wir uns heute auf diese Ereignisse in der fr\u00fchen Zeit der christlichen Kirche, werden wir dazu aufgefordert, uns dar\u00fcber Rechenschaft zu geben, wie wir es mit der Gnade Gottes haben. Verstehen wir, was damit gemeint ist? K\u00f6nnen wir Erfahrungen abrufen, die mit dem, was Lukas erz\u00e4hlt, korrespondiert?<\/p>\n<p>Machen wir uns zun\u00e4chst dies bewusst: Die Rede von der Gnade Gottes markiert einen konstitutiven Aspekt der Gegenwart Gottes: ihre Bedingungslosigkeit. Die Gnade Gottes verweist auf ein Ereignis, das sich nur sich selbst verdankt, sich grundlos aus sich selbst verschenkt und mitten in den Bedingungen dieses Universums einen Moment unbedingter Gegenwart schafft. Im Geheimnis dieser bedingungslosen Gegenwart offenbart sich das Wort Gottes, seine Liebe und Weisheit, die Information des Hier und Jetzt, durch die dieses Universum geschieht. Die Gnade ist gleichsam das Herz dieser Offenbarung. Deshalb ist Barnabas so erfreut, als er bei seiner Ankunft in Antiochia sieht, dass die Gnade Gottes am Wirken ist. Offenbar stellt er fest, dass die Menschen der Gemeinde nicht versuchen, mehr und anderes zu sein, als was sie sind. Sie haften nicht an sich selbst und sind stattdessen bedingungslos bei dem, was sie hier und jetzt tun. In ihrem Herzen ist der Abgrund der Demut. Sie leben die Unmittelbarkeit der Gnade Gottes, sind frei von Befangenheit, synchronisiert mit der Information des Hier und Jetzt und erl\u00f6st, mit Freude die Gnade des Moments zu realisieren.<\/p>\n<p>Diese unaufgeregte Unmittelbarkeit der Gnade Gottes hat zwei Aspekte. Der eine richtet sich auf das Erkennen, der andere auf das Tun. Beide sind miteinander verzahnt. Wenn ich der Information des Hier und Jetzt nicht mit mir selbst im Wege stehe und stattdessen in der Lage bin, ihre Information unbefangen wahrzunehmen, ist dies pure Gnade. Es ist durchaus sinnvoll, mir meine Schwachstellen bewusst zu machen und meine Trigger aufzul\u00f6sen, und es ist wichtig, mich darin zu \u00fcben, im Moment zu sein und Schicht um Schicht meiner Pers\u00f6nlichkeit auf das Geheimnis der Gegenwart auszurichten. Doch die Gnade Gottes entzieht sich meiner Kontrolle. Sie ist bereits am Werk, wenn ich noch damit besch\u00e4ftigt bin, nach ihr zu suchen. Deshalb ist das Erkennen der Gnade eine besondere Gnadengabe. Paulus und das fr\u00fche Christentum interpretiert sie im Anschluss an die alttestamentlichen Propheten als Prophetie. Sie verstehen die Prophetie damit als mystische Gabe, durch die Menschen erm\u00e4chtigt werden, Gottes bedingungslose Information des Hier und Jetzt zu vernehmen, ihre Liebe und Weisheit zu erkennen und in Worte zu \u00fcbersetzen, die nachvollziehbar sind und sich segensreich auswirken. Menschen, die sich in deren Dienst stellen, geben der Botschaft, die sie vermitteln, ihr kontextabh\u00e4ngiges Gepr\u00e4ge; zugleich offenbart sich darin aber Gottes Gnade unmittelbar. Agabus illustriert dies beispielshaft. Die Warnung vor der drohenden Hungersnot tr\u00e4gt seinen Stempel; doch in ihr vermittelt sich unmittelbar die Gnade seiner prophetischen Gabe. Dies geh\u00f6rt auch in dieser postchristlichen Zeit zu einer lebendigen, christlichen Gemeinde. Gottes Gnade vermittelt sich durch prophetisches Reden, muss sich bew\u00e4hren und als Segen erweisen (vgl. Mat 7,15-20). Gegenw\u00e4rtig ist sie in diesem Universum indes jeden Moment ganz unmittelbar.<\/p>\n<p>Diese unmittelbare Gegenwart der Gnade Gottes l\u00e4sst sich prophetisch erkennen und vermitteln, doch findet sie ihre Erf\u00fcllung, indem sie das Herz von Menschen ber\u00fchrt und sich in ihrem Tun inkarniert. Die Gnade Gottes befreit von sich selbst, \u00f6ffnet f\u00fcr die Information des Hier und Jetzt und motiviert dazu, unbefangen das zu tun, was in ihr getan werden will. Die Menschen der Gemeinde in Antiochia illustrieren es: Sie vernehmen die Worte von Agabus und machen sich sogleich ans Werk. Die Gnade, die in seinem Wort spricht, ber\u00fchrt unmittelbar die Gnade, in der sie leben. Ohne Z\u00f6gern geben sie, was sie geben k\u00f6nnen, um die notleidenden Menschen der Gemeinde in Jerusalem zu unterst\u00fctzen. Die gemeinsam geteilte Gegenwart der Gnade Gottes \u00f6ffnet ihr Herz, schafft unmittelbare Verbundenheit und weckt ihr Engagement zum solidarischen Handeln. F\u00fcr Moralismus und Ideologie ist kein Platz. Wo Gnade ist, da ist Freiheit (vgl. 2Kor 3,17). Die Gegenwart der Gnade weckt auf, macht ohne Druck und Zwang unmittelbar klar, was zu tun ist und liefert die Motivation, das, was zu tun ist, auch tats\u00e4chlich zu tun. Wer in der Gnade Gottes lebt, steht selbstverantwortlich und mitf\u00fchlend in seinem Leben, ist erl\u00f6st und frei f\u00fcr den geschenkten Moment und verbunden mit seiner Welt und dem grossen Spiel dieses Universums.<\/p>\n<p>Die Rede von der Gnade Gottes ist tief im christlichen Erbe verankert. Dennoch lohnt sich auch in dieser postchristlichen Zeit das, was damit markiert wird, zu suchen, zu erkennen und zu leben. In ihm steckt das Geheimnis, das in diesem Universum waltet, uns in die Unmittelbarkeit der Gegenwart bringt und uns zum Mitspielen befreit. Beten wir also, dass wir in der Gnade Gottes leben und sterben lernen. Amen.<\/p>\n<p>Predigt vom 28. April 2024 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/0428-Apg-11.27-30.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesen Tagen kamen auch Propheten von Jerusalem nach Antiochia herab. Einer von ihnen mit Namen Agabus trat auf und k\u00fcndigte durch den Geist eine grosse Hungersnot an, die \u00fcber die ganze Erde kommen werde; diese trat dann unter Claudius ein. 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