{"id":4930,"date":"2023-08-27T12:39:29","date_gmt":"2023-08-27T10:39:29","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch\/bedingungslose-offenheit\/"},"modified":"2023-09-03T16:57:12","modified_gmt":"2023-09-03T14:57:12","slug":"unconditional-openness","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/unconditional-openness\/","title":{"rendered":"Unconditional openness"},"content":{"rendered":"<p><em>Als aber die Apostel in Jerusalem vernahmen, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Die kamen herab und beteten f\u00fcr sie, dass sie den heiligen Geist empfangen m\u00f6chten\u00a0&#8211; er war n\u00e4mlich noch auf keinen von ihnen herabgekommen, sie waren erst auf den Namen des Herrn Jesus getauft. Dann legten sie ihnen die H\u00e4nde auf, und sie empfingen den heiligen Geist. Als nun Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Geist gegeben wurde, bot er ihnen Geld an und sagte: Gebt auch mir diese Vollmacht, dass jeder den heiligen Geist empf\u00e4ngt, dem ich die H\u00e4nde auflege. Petrus aber sprach zu ihm: Ins Verderben mit dir und deinem Geld! Du hast wohl gemeint, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu k\u00f6nnen. Du hast weder Anteil an dieser Sache noch ein Anrecht darauf, denn deine Gesinnung gegen\u00fcber Gott ist nicht lauter. Wende dich ab von deiner Bosheit und bete zum Herrn; vielleicht wird dir dieses Ansinnen vergeben werden. Denn ich sehe dich hineingeraten in bittere Galle und in die F\u00e4nge des Unrechts. Simon entgegnete: Betet ihr f\u00fcr mich zum Herrn, dass nichts von dem, was ihr gesagt habt, \u00fcber mich komme. Nachdem sie Zeugnis abgelegt und das Wort des Herrn verk\u00fcndigt hatten, kehrten sie nach Jerusalem zur\u00fcck; unterwegs verk\u00fcndigten sie in vielen D\u00f6rfern Samarias das Evangelium. <\/em><em>Apg 8,14-25<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnte Gott jemals in Worte gefasst und mit Worten verf\u00fcgbar gemacht werden! Gott mag jeden Moment gegenw\u00e4rtig sein, Gott mag sich in allem, was es gibt, zeigen, und das Geheimnis, dass es diese Welt gibt, mag Gott jeden Augenblick bezeugen. Doch begreifen l\u00e4sst sich dieses Geheimnis mit Worten nicht. Es ist bedingungslose Offenheit. Ist diese Offenheit gegenw\u00e4rtig, stellt sich keine Frage und l\u00f6st sich jede Antwort auf. Es gibt Evidenz, und es bedarf keiner Erkl\u00e4rung. Fehlt hingegen diese mystische Evidenz, l\u00e4sst sich weder pr\u00e4zise nach Gott fragen, noch eine klare Antwort geben. Weshalb also von Gott reden? Weshalb sich mit etwas besch\u00e4ftigen, was sich jeder Verf\u00fcgbarkeit entzieht?<\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichisch-britische Sprachphilosoph <em>Ludwig Wittgenstein<\/em> hat diese Fragen in seinem Tractatus logico-philosophicus ganz pr\u00e4zise gestellt und beantwortet. \u00abNicht <em>wie<\/em> die Welt ist, ist das Mystische, sondern <em>dass<\/em> sie ist.\u00bb<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Nach diesem Dass aber l\u00e4sst sich nicht fragen, und entsprechend gibt es darauf auch keine Antwort. Es zeigt bloss die Begrenztheit der Welt. \u00abDas Gef\u00fchl der Welt als begrenztes Ganzes ist das mystische.\u00bb<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Wird dies ganz unmittelbar erfahren, l\u00f6sen sich die Zweifel auf. \u00abEs gibt allerdings Unaussprechliches. Dies <em>zeigt<\/em> sich, es ist das Mystische.\u00bb<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Das Geheimnis des Daseins zeigt sich jeden Augenblick. Nur kann man dar\u00fcber nicht sprechen, und \u00abwovon man nicht sprechen kann, dar\u00fcber muss man schweigen.\u00bb<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Also bleibt das Geheimnis stehen, doch auch wenn es sich ganz offensichtlich zeigt, ist es kein Thema, \u00fcber das man sprechen kann. Seine Unverf\u00fcgbarkeit entzieht es der Sprache und beschr\u00e4nkt es auf etwas, \u00fcber das man schweigen muss.<\/p>\n<p><em>Wittgenstein<\/em> argumentiert \u00e4usserst hellsichtig, und unsere postchristliche Zeit ist ihm zu einem guten Teil gefolgt. Sie hat aufgeh\u00f6rt, von Gott zu sprechen, und sie hat das Geheimnis, das sich doch so unmittelbar in jedem Moment zeigt, aus dem Blick verloren. Ob es daran liegt, dass sie viel spricht und wenig schweigt? Dass sie mit der Stille wenig vertraut ist? Es ist ja nicht verkehrt, sich zuerst an das zu halten, was verf\u00fcgbar ist. Wenigstens sind dar\u00fcber klare Aussagen m\u00f6glich. Nur eben: \u00abWir f\u00fchlen, dass, selbst wenn alle <em>m\u00f6glichen<\/em> wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht ber\u00fchrt sind.\u00bb <a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> F\u00fcr <em>Wittgenstein<\/em> fordern die Lebensprobleme das Schweigen ein, um festzustellen, wie sich darin die Fragen aufl\u00f6sen und die unmittelbare Evidenz zur Antwort wird.<\/p>\n<p>Was <em>Wittgenstein<\/em> sprachphilosophisch beschreibt, manifestiert sich heute in allem, was sich verf\u00fcgbar machen l\u00e4sst. Allgegenw\u00e4rtiges Kommunikationsmedium ist das Geld. Frei von kulturellen Schranken lassen sich mit Geld auf analoge und digitale Weise Informationen global verschieben. Geld l\u00e4sst sich beliebig in andere W\u00e4hrungen oder G\u00fcter konvertieren. Die Verf\u00fcgbarkeit durch Geld l\u00e4sst sich bis zum \u00c4ussersten maximieren. Geld ist <em>das<\/em> Medium der Verf\u00fcgbarkeit. Die Macht und Dominanz, die es verschafft, wird sofort ebenso f\u00fcr denjenigen sp\u00fcrbar, der es hat, wie f\u00fcr denjenigen, der es nicht hat. Umso st\u00e4rker verdr\u00e4ngt es indes, was sich seinem Zugriff verweigert: das Geschenk, das sich reiner Liebe verdankt, sich nicht verrechnen l\u00e4sst, weder k\u00e4uflich noch unverk\u00e4uflich ist und sich jedem \u00f6konomischen Kalk\u00fcl entzieht. Das ultimative Geschenk ist das Geheimnis der bedingungslosen Offenheit unseres Daseins. Es \u00abzeigt\u00bb sich zwar jeden Moment, doch l\u00e4sst es sich genauso wenig verrechnen wie beschreiben. Frei nach <em>Wittgenstein<\/em> gilt deshalb auch dies: Was sich \u00f6konomisch nicht verrechnen l\u00e4sst, dar\u00fcber muss man schweigen \u2013 mit Bedacht schweigen.<\/p>\n<p>Unser Predigttext gibt uns genau das zu bedenken. Er erz\u00e4hlt von Simon Magus, von Simon dem Magier, der zur Erweiterung seiner K\u00fcnste Geld f\u00fcr die Vollmacht anbietet, durch Handauflegung den Heiligen Geist geben und so \u00fcber ihn verf\u00fcgen zu k\u00f6nnen. Voraus geht der Erz\u00e4hlung eine Geschichte von Philippus, einem Mann, der mit Stephanus zu den sieben Weisen geh\u00f6rt und sich durch Geist und Weisheit auszeichnet (Apg 6,5). Erz\u00e4hlt wird, dass Philippus nach der Steinigung des Stephanus in die Hauptstadt Samarias geht, das Evangelium verk\u00fcndet und viele Menschen \u00fcberzeugt. Auch Simon Magus, der mit seinen K\u00fcnsten Gross und Klein in Bann zieht, ist von ihm beeindruckt. Zusammen mit vielen M\u00e4nnern und Frauen kommt Simon zum Glauben und l\u00e4sst sich taufen; denn er ist fassungslos angesichts der grossen Zeichen und Wunder, die durch Philippus geschehen (Apg 8,5-13).<\/p>\n<p>Hier setzt unser Predigttext ein. Die Apostel in Jerusalem vernehmen, dass viele in Samaria das Wort Gottes angenommen haben. Sie schicken deshalb Petrus und Johannes zu ihnen (V14). Sobald diese angekommen sind, beten sie darum, dass diejenigen, die das Wort angenommen haben, den heiligen Geist empfangen m\u00f6gen. Zwar sind sie auf den Namen des Herrn Jesus getauft, doch ist der Geist noch auf keinen von ihnen herabgekommen (VV15f). Herausgehoben wird also, dass die Taufe als Akt des menschlichen Willens zur Umkehr nicht auch schon die Gabe des heiligen Geistes impliziert (vgl. Apg 2,38; 19,4-6). Diese Gabe bleibt unverf\u00fcgbares Ereignis der Gegenwart Gottes. Zeichenhaft wird dies im Folgenden angedeutet: Als ihnen die Apostel die Hand auflegen, empfangen sie den heiligen Geist (V17). Deutlich gemacht wird auf diese Weise, dass der heilige Geist auch f\u00fcr die Getauften unverf\u00fcgbar bleibt.\u00a0Erz\u00e4hlt wird nun, dass Simon Magus zwar sieht, was geschieht, das Geschehen jedoch falsch interpretiert. Er meint verstanden zu haben, dass es die pure Handauflegung der Apostel ist, durch die der Geist gegeben wird, dass darin also die Vollmacht steckt, den Geist zu geben, wem die H\u00e4nde aufgelegt werden. Was genau ihn zu diesem Verst\u00e4ndnis bringt, wird nicht ausgef\u00fchrt. Entscheidend ist, dass auch er diese Vollmacht besitzen m\u00f6chte und dass er deshalb den Aposteln Geld anbietet, sie zu erwerben (VV18f). Offenbar versteht er den heiligen Geist als Gut, das dem Menschen verf\u00fcgbar ist und mit Geld erworben werden kann.\u00a0Daf\u00fcr wird es von Petrus harsch kritisiert (VV20-23). Zun\u00e4chst weist in Petrus mit einem Fluchwort zur\u00fcck: \u00abIns Verderben mit dir und deinem Geld!\u00bb Weil er meine, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu k\u00f6nnen, habe er weder Anteil an dieser Sache noch ein Anrecht darauf. Seine Gesinnung gegen\u00fcber Gott sei nicht lauter. Er solle sich deshalb von seiner Bosheit abwenden und stattdessen zum Herrn beten. Vielleicht w\u00fcrde dieser sein Ansinnen vergeben. Bereits sehe er ihn in bittere Galle und in die F\u00e4nge des Unrechts hineingeraten. F\u00fcr Petrus ist also klar, dass Simon von einer teuflischen Versuchung geritten wird und nicht die Freiheit Gottes im Blick hat, sondern darauf aus ist, seine Hand auf diese Freiheit zu legen und die bedingungslose Offenheit Gottes zu vereinnahmen.\u00a0Gegen\u00fcber der scharfen Kritik von Petrus reagiert Simon ambivalent (V24). Er bittet die Apostel zwar darum, f\u00fcr ihn zu beten, damit nicht auf ihn komme, was ihm Petrus angedroht habe. Seine Bitte bleibt indes ganz auf sein eigenes Wohl beschr\u00e4nkt und ist nicht darauf ausgerichtet, die Gegenwart von Gottes unverf\u00fcgbarer Offenheit gelten zu lassen.\u00a0Die Fortsetzung handelt nicht mehr von Simon Magus, sondern berichtet eine weitere Geschichte von Philippus (VV26-40).<\/p>\n<p>Die Geschichte von Simon Magus hat eine beeindruckende Aktualit\u00e4t. Offensichtlich st\u00e4rkt der heutige Wohlstand, verbunden mit all seinen historisch pr\u00e4zedenzlosen technischen M\u00f6glichkeiten, den Glauben, dass sich die Grenzen des Verf\u00fcgbaren immer weiter \u00fcberschreiten lassen und dass sich dem Zugriff des Menschen letztlich kaum etwas entziehen kann. Selbstredend geh\u00f6ren dazu auch Religion und Spiritualit\u00e4t. Wie sollte das, was sich als heiliger Geist in Worte fassen l\u00e4sst, nicht mit Geld erworben und verf\u00fcgbar gemacht werden k\u00f6nnen? Ist mit gen\u00fcgend Geld nicht letztlich alles verf\u00fcgbar, was auch mit Worten verf\u00fcgbar ist?<\/p>\n<p>Und noch mehr: Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass verf\u00fcgbar gemacht wird, was verf\u00fcgbar gemacht werden kann. Das Gesetz zunehmender Entropie bringt es auf den Punkt. Trifft ein System gr\u00f6sserer Energie auf ein System geringerer Energie, macht es sich dieses verf\u00fcgbar und strebt das Gleichgewicht an. Der deutsche Physiker <em>Rudolf Clausius<\/em> hat diese Einsicht bereits 1850 formuliert, und heute ist sie als 2. Hauptsatz der Thermodynamik breit akzeptiert. Im Alltag l\u00e4sst sie sich leicht beobachten: Giesse ich warmes und kaltes Wasser zusammen, wird die Differenz von warm und kalt zerst\u00f6rt, und die Temperatur ist \u00fcber kurz oder lang ausgeglichen. Dieser Vorgang ist ohne Energie von aussen irreversibel. Ebenso wird der Schaum in einem Bierglas im Handumdrehen zu Fl\u00fcssigkeit. Ein aufger\u00e4umter Schreibtisch ist ohne st\u00e4ndiges Bem\u00fchen um Ordnung bald wieder ein Chaos. Im inneren Haushalt eines Menschen werden freie Kapazit\u00e4ten rasch von Gedanken, Gef\u00fchlen und Pendenzen \u00fcberflutet. Das Gesetz des St\u00e4rkeren illustriert es in der Natur, und der aktuelle russische Angriffskrieg auf die Ukraine ruft in Erinnerung, dass es auch in der Politik gilt. Das Gesetz zunehmender Verf\u00fcgbarkeit und Aufl\u00f6sung von Differenz scheint etwas Grundlegendes sein, das nicht nur Menschen bestimmt, sondern ebenso f\u00fcr die Natur und den ganzen Kosmos gilt.<\/p>\n<p>Die grossen Religionen haben dieses Gesetz auf ihre Weise beschrieben, ihm aber entgegengehalten. So stellt der christliche Glaube Gott als Geheimnis der Gegenwart in die Mitte und behauptet, dass dessen Unverf\u00fcgbarkeit und bedingungslose Offenheit in allem, was es gibt, unverhandelbar sind. Er anerkennt, dass das Geheimnis der Gegenwart zwar st\u00e4ndig bedroht ist. Diese Bedrohung wird zuweilen moralistisch verengt, doch bleibt ihre kosmologische Dimension im Blick. Ihre Ursache nennt er hebr\u00e4isch \u00abSatan\u00bb, Ankl\u00e4ger der Macht Gottes, griechisch \u00abDiabolos\u00bb, Durcheinanderbringer der gottgeschaffenen Ordnung, oder \u00abHerrscher dieser Welt\u00bb. Aber der christliche Glaube ist davon \u00fcberzeugt, dass der apokalyptische Kampf gegen diesen Widersacher deutlich macht, dass die Gegenwart Gottes die entscheidende Kraft ist, die mit ihrer Liebe und Weisheit am Werk ist, Differenzierung und eine neue Sch\u00f6pfung schafft und sich durchsetzt.<\/p>\n<p>Nun ist auch in postchristlicher Zeit zu bedenken, dass jeder Versuch, diese Dynamik in Worte zu fassen, dem Risiko ausgesetzt ist, sich das Unverf\u00fcgbare verf\u00fcgbar zu machen. Das Reden von Gott wird leicht zur teuflischen Versuchung, Gott f\u00fcr eigene Zwecke zu vereinnahmen \u2013 die Kirchengeschichte bietet dazu reichlich Material. Umso wichtiger ist deshalb, der bedingungslosen Offenheit standzuhalten. Diese Offenheit ist die Mystik der Natur, die Mystik des Universums. Ihr gegen\u00fcber gibt es nur das dem\u00fctige Schweigen, das diese Offenheit nicht in Worte zu fassen versucht, umso mehr aber auf das Wort der Stille h\u00f6rt. St\u00e4ndig ist sie gegenw\u00e4rtig, doch st\u00e4ndig ist der Einsatz von Energie n\u00f6tig, ihre Gegenwart nicht dem Gesetz der Verf\u00fcgbarkeit zu opfern und stattdessen als Energiequelle zur Geltung kommen zu lassen. Dieses Geheimnis des Kosmos zu realisieren, das der Glaube als Gegenwart Gottes versteht, macht weit und offen, um bedingungslos wahrzunehmen, was sich zeigt. Es befreit und erl\u00f6st \u2013 mitten im allgegenw\u00e4rtigen Gesetz der Verf\u00fcgbarkeit und Nivellierung. Wie k\u00f6nnten wir heute darauf verzichten wollen!<\/p>\n<p>Keine Frage: Das Gesetz, uns unsere Welt durch Sprache, Geld und all unseren technischen Mitteln verf\u00fcgbar zu machen und ins Gleichgewicht zu bringen, steckt in unserer Natur. Er schafft ein Fr\u00fcher und ein Sp\u00e4ter, also Ver\u00e4nderungen und Prozesse, die irreversibel sind und im besten Fall das Wohl von Mensch und Natur f\u00f6rdern. Doch mitten in diesem Gesetz steckt das Geheimnis bedingungsloser Offenheit. Der christliche Glaube versteht es als Freiheit der Gegenwart Gottes, und er erkennt darin eine Liebe und Weisheit, die sich weder in Worte fassen noch mit Geld verrechnen l\u00e4sst, sich aber jeden Moment im Schweigen zeigt. Beten wir deshalb, dass wir mit dieser bedingungslosen Offenheit vertraut werden und in ihr leben lernen. Amen.<em> \u00a0<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> <em>Wittenstein, Ludwig<\/em> (1984): Tractatus logico-philosophicus, Werkausgabe in 8 B\u00e4nden. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 84.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <em>Ebenda<\/em>.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <em>Ebenda,<\/em> 85.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> <em>Ebenda.<\/em><br \/>\n<a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> <em>Ebenda.<\/em><\/p>\n<p>Predigt vom 27. August 2023 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/0827-Apg-8.14-25-4.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als aber die Apostel in Jerusalem vernahmen, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Die kamen herab und beteten f\u00fcr sie, dass sie den heiligen Geist empfangen m\u00f6chten\u00a0&#8211; er war n\u00e4mlich noch auf keinen von ihnen herabgekommen, sie waren erst auf den Namen des Herrn Jesus getauft. 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