{"id":4786,"date":"2023-04-23T14:48:31","date_gmt":"2023-04-23T12:48:31","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch\/stabilitaet-in-konflikten\/"},"modified":"2023-04-23T14:50:33","modified_gmt":"2023-04-23T12:50:33","slug":"stability-in-conflicts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/stability-in-conflicts\/","title":{"rendered":"Stability in conflicts"},"content":{"rendered":"<p><em>In diesen Tagen aber, als die J\u00fcnger immer zahlreicher wurden, kam es dazu, dass die Hellenisten unter ihnen gegen die Hebr\u00e4er aufbegehrten, weil ihre Witwen bei der t\u00e4glichen Versorgung vernachl\u00e4ssigt wurden. Die Zw\u00f6lf beriefen nun die Versammlung der J\u00fcnger ein und sprachen: Es geht nicht an, dass wir die Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes beiseite lassen und den Dienst bei Tisch versehen. Seht euch also um, Br\u00fcder, nach sieben M\u00e4nnern aus eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geist und Weisheit sind; die wollen wir einsetzen f\u00fcr diese Aufgabe. Wir aber werden festhalten am Gebet und am Dienst des Wortes. Der Vorschlag gefiel allen, die versammelt waren. Und sie w\u00e4hlten Stephanus, einen Mann erf\u00fcllt von Glauben und heiligem Geist, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia, f\u00fchrten sie vor die Apostel, und diese beteten und legten ihnen die H\u00e4nde auf. Und das Wort Gottes breitete sich aus, und in Jerusalem wuchs die Zahl der J\u00fcnger stetig; auch ein grosser Teil der Priester wurde dem Glauben gehorsam. Apg 6,1-7<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Gegenwart Gottes schafft Klarheit und nimmt die Dinge in den Blick, wie sie sind. Bin ich in der Gegenwart Gottes, rede ich nicht um den heissen Brei herum. Ich bin angstfrei und spreche unbefangen an, was Sache ist. Auch wenn ich mich empathisch auf mein Gegen\u00fcber einlasse und einbeziehe, wie meine Worte ankommen, bleibe ich ihm gegen\u00fcber aufrichtig und direkt. Das Zeichen der Gegenwart Gottes ist die freie, authentische Rede, die Parrhesia. Wer darin stabil verankert ist, gesteht dem andern Menschen seine eigene Meinung zu, bleibt respektvoll und freundlich und h\u00e4lt vorhandene Differenzen aus. Aber er scheut sich nicht, Konflikte aufzudecken und auszutragen. Die Gegenwart Gottes sucht nicht die oberfl\u00e4chliche \u00dcbereinstimmung, in welcher sich alle lieb und nett gegenseitig best\u00e4tigen, latente Konflikte unter den Tisch gewischt und die Illusion gepflegt wird, es sei alles bestens. Konfliktf\u00e4higkeit geh\u00f6rt untrennbar zur Gegenwart Gottes.<\/p>\n<p>Die Aufkl\u00e4rung ist nach den grossen Verwerfungen des 30-j\u00e4hrigen Kriegs mit ihrem Glauben an die Vernunft auf die B\u00fchne der Welt getreten, \u00fcberzeugt, dass sich Konflikte mit Vernunft sinnvoll l\u00f6sen lassen. Die Gr\u00fcndung der UNO nach der Tyrannei des Zweiten Weltkriegs ist eine Frucht dieser \u00dcberzeugung. Jedem Menschen sollen W\u00fcrde und Freiheitsrechte zugestanden sein. Staaten sollen territoriale Souver\u00e4nit\u00e4t haben, die gegenseitig respektiert wird. Auf dieser Basis soll zwischen Individuen und zwischen Staaten eine vernunftbasierte Weltordnung etabliert werden. Diese soll daf\u00fcr sorgen, dass Konflikte in einem \u00f6konomisch vertretbaren Rahmen, zielf\u00fchrend und f\u00fcr alle Beteiligten auf gerechte Weise angegangen und gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Ihr Mittel ist \u2013 um es in den Worten des deutschen Philosophen <em>J\u00fcrgen Habermas<\/em> zu sagen \u2013 der herrschaftsfreie Diskurs, in welchem sich das beste Argument bzw. die vern\u00fcnftigste L\u00f6sung durchsetzen soll.<\/p>\n<p>Unterdessen ist dieser Glaube an die Vernunft gr\u00fcndlich durchger\u00fcttelt worden. Sp\u00e4testens der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat deutlich gemacht, dass eine vernunftbasierte Konfliktaustragung zwar durchaus vern\u00fcnftig klingt, aber nicht f\u00fcr alle gleichermassen als Massstab gilt. Ich kann von Kr\u00e4nkungen, Neid und Begehrlichkeiten so sehr bestimmt sein, dass meine Vernunft davon eingef\u00e4rbt ist. Die emotionalen Kr\u00e4fte, die in meinem Innern schlummern, k\u00f6nnen meine Vernunft \u00fcberfluten und instrumentalisieren, und sie k\u00f6nnen mir die Illusion geben, ich handle vern\u00fcnftig, ohne dass ich mir bewusst bin, wie unvern\u00fcnftig ich agiere. Auf dieser Grundlage folge ich nicht mehr der Vernunft, die eine f\u00fcr alle Beteiligten gerechte L\u00f6sung sucht, sondern nehme f\u00fcr mich das ungerechte Recht des St\u00e4rkeren in Anspruch. Habe ich die Gewalt, dem andern meine L\u00f6sung aufzuzwingen, z\u00f6gere ich nicht, es auch zu tun. Die Gegenseite mag sich verteidigen und den Respekt ihrer W\u00fcrde und Freiheit einfordern \u2013 gel\u00f6st ist der Konflikt f\u00fcr mich erst, wenn ich meine eigene L\u00f6sung durchgesetzt habe. Es kann offensichtlich auch in unserer postchristlichen Zeit nicht davon ausgegangen werden, dass Menschen oder Staaten selbstverst\u00e4ndlich die Verantwortung f\u00fcr ihre eigene Unordnung und Verstricktheit \u00fcbernehmen, dass sie sich dem Abgrund dessen stellen, was fr\u00fcher S\u00fcnde genannt worden ist, und dass sie Erl\u00f6sung und Vergebung in der Gegenwart Gottes suchen. Das Thema ist so ungel\u00f6st wie eh und je und zudem erschreckend aktuell.<\/p>\n<p>Mit unserem Predigttext haben wir ein Beispiel vor uns, das uns zeigt, wie in der urchristlichen Gemeinde ein Konflikt angegangen und ausgetragen worden ist. Ausgangspunkt ist eine an sich erfreuliche Entwicklung: Das Wirken der Apostel bringt vielen Menschen in Jerusalem Heilung und Erl\u00f6sung. Ihre Botschaft von der Gegenwart Gottes in Jesus Christus dem Nazarener \u00fcberzeugt und l\u00e4sst die Schar der J\u00fcnger wachsen. Doch das rasche Wachstum schafft neue Herausforderungen. Eine von ihnen bringt das Fass zum \u00dcberlaufen: Die Hellenisten begehren gegen die Hebr\u00e4er in der Gemeinde auf, dass ihre Witwen bei der t\u00e4glichen Versorgung vernachl\u00e4ssigt werden. Offenbar besteht die Gemeinde in Jerusalem einerseits aus griechisch sprechenden Judenchristen, die mit den hellenistischen Synagogen in Israel verbunden sind. Andererseits geh\u00f6ren zu ihr aber auch die aram\u00e4isch sprechenden Judenchristen, die st\u00e4rker in der Tradition verankert sind. Der Kreis der zw\u00f6lf Apostel, der f\u00fcr die gesamte Gemeindeleitung zust\u00e4ndig ist (Apg 4,33-35), spricht aram\u00e4isch. Bei der Armenversorgung, die vom Judentum in die urchristliche Gemeinde \u00fcbernommen wird, bricht nun ein Konflikt auf. Die Hellenisten haben den Eindruck, dass ihre Witwen schlechter behandelt werden, als diejenigen der Hebr\u00e4er. Ob dieser Eindruck zutreffend ist oder nicht, wird nicht beurteilt. Ebenso verzichtet die Erz\u00e4hlung darauf, den Aposteln ein Versagen in ihrer Leitungsaufgabe vorzuwerfen oder sie als Schuldige darzustellen. Erz\u00e4hlt wird stattdessen, wie sie den Konflikt angehen.<\/p>\n<p>Die Zw\u00f6lf nehmen den Konflikt ernst, stellen sich ihrer Verantwortung und rufen eine Versammlung der J\u00fcnger ein. F\u00fcr sie ist klar, dass der Konflikt angegangen und gemeinsam mit den Beteiligten gel\u00f6st werden muss. Sie wenden sich an die Versammlung und stecken den Rahmen ab, in welchem der Konflikt gel\u00f6st werden soll. Auf die unterschiedlichen Gruppierungen und deren Identifikationsmerkmale gehen sie nicht ein. Sie betreiben keine Identit\u00e4tspolitik, sondern suchen die L\u00f6sung pragmatisch in einer Aufgabenteilung: K\u00f6nnen sie aufgrund der Gemeindegr\u00f6sse nicht mehr alle Funktionen bew\u00e4ltigen, m\u00fcssen die Aufgaben auf verschiedene Schultern verteilt werden. Die Wichtigkeit der diakonischen Aufgabe stellen die Apostel nicht in Frage, doch sehen sie ihre eigene Hauptaufgabe in der Verk\u00fcndung des Wortes. Sie fordern deshalb die Versammelten \u2013 sie sprechen sie als Br\u00fcder an \u2013 dazu auf, sieben M\u00e4nner aus ihrer Mitte aufzustellen, die einen guten Ruf haben und voll von Geist und Weisheit sind. Diese Sieben sollen dann mit der Versorgung der Armen beauftragt werden, w\u00e4hrend sie selbst am Gebet und am Dienst des Wortes festhalten. Die Anspr\u00fcche f\u00fcr die Qualifikation sind hoch, und auf die Einf\u00fchrung eines neuen Titels, etwa des Diakons, wird verzichtet. Der Versuch, die L\u00f6sung des Konflikts in der Etablierung von sieben Weisen zu suchen, wird also kaum bloss als Antwort auf das wachsende Aufgabenvolumen zu verstehen sein, sondern ebenso als Experiment einer Nachfolgeregelung. Die Apostel versuchen nicht, krampfhaft alles selber zu bew\u00e4ltigen. Sie sind vielmehr dazu bereit, Aufgaben zu delegieren, ohne ihre eigene Verantwortung aufzugeben. Sie definieren die Kriterien f\u00fcr die Qualifikation m\u00f6glicher Kandidaten und beanspruchen, sie zu installieren. Die Suche und das Vorschlagen der Kandidaten \u00fcberlassen sie jedoch der Gemeinde. Diese soll aktiv in die Konfliktl\u00f6sung einbezogen werden.<\/p>\n<p>Dieser Vorschlag zur Konfliktbew\u00e4ltigung kommt bei den Versammelten gut an. Sie w\u00e4hlen Stephanus, von dem ausdr\u00fccklich gesagt wird, dass er ein Mann von Glauben und heiligem Geist ist, und von dem schon sehr bald erz\u00e4hlt wird, dass er dies im Konflikt mit der j\u00fcdischen Elite unter Beweis stellen muss (Apg 6,8ff). An zweiter Stelle wird Philippus genannt, von dem die Apostelgeschichte im Anschluss an die Stephanusgeschichte erz\u00e4hlt (Apg 8,5-13.26-40). Schliesslich werden Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas und Nikolaus, ein Proselyt aus Antiochia, erw\u00e4hnt, von denen sonst nichts bekannt ist. Diesen Sieben tragen griechische Namen und d\u00fcrften unter den Hellenisten ausgew\u00e4hlt worden sein. Weil Nikolaus ausdr\u00fccklich als Proselyt vorgestellt wird, d\u00fcrften die \u00fcbrigen geb\u00fcrtige Juden sein. Sie werden den Aposteln vorgef\u00fchrt, diese beten f\u00fcr sie und beauftragen sie. Die Beauftragung erfolgt j\u00fcdischer Tradition gem\u00e4ss durch Handauflegung. Durch dieses Ritual hat Mose seinen Nachfolger Josua beauftragt (Num 27,15-23), und darauf wird auch im Rabbinat Bezug genommen. Im Rahmen dieser Tradition werden die sieben weisen M\u00e4nner eingesetzt.<\/p>\n<p>So kann der Konflikt in der Gemeinde gel\u00f6st werden. Festgehalten wird abschliessend, dass sich das Wort Gottes weiter ausbreitet und die Zahl der J\u00fcnger in Jerusalem stetig w\u00e4chst. Sogar ein grosser Teil der Priester im Tempel bekennt sich unterdessen zum Glauben an Jesus Christus dem Nazarener.<\/p>\n<p>Der heutige Blick auf diese Geschichte macht an diesem Beispiel deutlich, wie sich Menschen, die in der Gegenwart Gottes leben, in Konflikten verhalten. Auch wenn Konflikte und der Umgang mit ihnen viele Facetten haben, so werden doch exemplarisch mehrere Aspekte deutlich.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst f\u00e4llt auf, dass die Gegenwart Gottes die Opfer-T\u00e4ter-Dynamik unterbricht. Die Apostel wiederholen die Erfahrungen, die sie soeben im Konflikt mit der j\u00fcdischen Elite gemacht haben, im Moment, in welchem sie selber an der Macht sind, nicht. Gegen\u00fcber der j\u00fcdischen Elite gab ihnen die Gegenwart Gottes den Mut, Klartext zu sprechen, sich nicht einsch\u00fcchtern zu lassen und f\u00fcr ihre \u00dcberzeugung einzustehen. Diese jedoch beanspruchte das Recht des St\u00e4rkeren, verabreichte ihnen Schl\u00e4ge und legte ihnen einen Maulkorb an. Die Apostel reagierten darauf mit Freude, dass sie gew\u00fcrdigt wurden, im Leiden Gottes Kraft zu erleben. Mit dieser Copingstrategie waren sie in der Lage, ihre Opferrolle hinter sich zu lassen und nicht ihrerseits T\u00e4ter zu werden. Auch in der Machtposition agierten sie nicht ihre eigenen Machtbed\u00fcrfnisse aus und schafften keine neuen Opfer. Das aber bedeutet doch dies: Halten wir uns an die Gegenwart, scheuen wir uns nicht, demjenigen, der f\u00fcr sich das Recht des St\u00e4rkeren in Anspruch nimmt, St\u00e4rke zu zeigen und Widerstand zu leisten. Doch gegen\u00fcber Schw\u00e4cheren beanspruchen wir dieses Recht nicht, sondern setzen auf Erm\u00e4chtigung und Heilung. So werden wir beispielsweise gegen\u00fcber Russland und seinem Angriffskrieg Klartext reden, der Ukraine indes nicht unseren Ideen aufdr\u00fccken, sondern sie in ihrer Selbstverteidigung unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Zweitens steckt die Gegenwart Gottes in Konflikten den Rahmen f\u00fcr eine vern\u00fcnftige und gerechte Konfliktl\u00f6sung ab. Das Beispiel der Apostel f\u00fchrt es vor: Sie suchen eine Austragung des Konflikts, die zu einer f\u00fcr alle Beteiligten befriedigenden L\u00f6sung f\u00fchrt. Dazu geh\u00f6rt, dass sie den Konflikt ernst nehmen und nicht unter den Tisch wischen, dass sie die involvierten Menschen einbeziehen und an der Findung der L\u00f6sung beteiligen, dass sie also bereit sind, ihre eigene Macht zu teilen, Aufgaben zu delegieren und anderen eine Machtposition zuzugestehen. Die Gegenwart Gottes ist nie das exklusive Gut einzelner Menschen. Wer sich auf sie bezieht, wird stattdessen st\u00e4ndig mit den Abgr\u00fcnden der eigenen Demut konfrontiert. Alle Menschen k\u00f6nnen Gott zur Geltung bringen, alle Menschen sind aufgefordert, einen Beitrag zur L\u00f6sung bestehender Konflikte zu leisten. Vor diesem Hintergrund stellt die Gegenwart Gottes in die Verantwortung, den Rahmen f\u00fcr nichtautorit\u00e4re, demokratische Prozeduren der Konfliktaustragung zu setzen. Sie sorgt so f\u00fcr nachhaltige L\u00f6sungen, die den Beteiligten nicht von aussen aufoktroyiert sind, sondern aus ihrer Mitte kommen und von ihnen getragen werden.<\/p>\n<p>Schliesslich schafft die Gegenwart Gottes Stabilit\u00e4t zwischen Vernunft und Unvernunft. Obwohl die Apostel Heilung schaffen und Erl\u00f6sung bringen, werden sie von der j\u00fcdischen Elite bek\u00e4mpft. Ihr Neid dr\u00e4ngt sie dazu. Vern\u00fcnftig und gerecht im Blick auf das Wohl des Volkes ist es nicht. Dennoch lassen sich die Apostel von der erlebten Unvernunft nicht korrumpieren. Ihre Stabilit\u00e4t ist die Freiheit der Gegenwart Gottes mit deren G\u00fcte und Weisheit angesichts der Begrenztheit des Lebens. In dieser Pr\u00e4senz rechnen sie in Konflikten mit beidem: mit Vernunft und Unvernunft. Das nicht zu vergessen, tut auch in unserer postchristlichen Zeit Not. Die Abgr\u00fcnde der menschlichen Verstricktheit sind bis heute nicht aufgel\u00f6st. Macht wird nach wie vor missbraucht. St\u00e4rkere beanspruchen weiterhin das Recht, Schw\u00e4chere zu dominieren. Da hilft uns wenig, wenn wir den Glauben an Vernunft und Gerechtigkeit beschw\u00f6ren und idealisieren. Sind wir aber in der Gegenwart Gottes verankert, rechnen wir mit Vernunft und Unvernunft. Wir erwarten gerechtes und egoistischem Verhalten, und wir stellen uns auf Nachvollziehbares und Absurdes ein. Die Kraft der Pr\u00e4senz zwischen den Gegens\u00e4tzen gibt uns Stabilit\u00e4t, ob wir in Konflikten stehen oder im Fluss sind, ob wir Hochs erleben oder durch Tiefs gehen, weil wir mit unserem ganzen Dasein verstanden hat, dass nichts so best\u00e4ndig ist wie der Moment.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen in unserer postchristlichen Zeit nicht mehr in den Glauben fr\u00fcherer Zeiten zur\u00fcckkehren, und auch der Glaube an die Vernunft ist ersch\u00fcttert. Die Verdichtung des christlichen Glaubens auf die Gegenwart Gottes bleibt indes jene Ressource, die uns auch heute in allen Irrungen und Wirrungen Stabilit\u00e4t gibt. Beten wir deshalb, dass wir von der Gegenwart Gottes gel\u00e4utert werden und dass wir in ihr erwachen. Amen.<\/p>\n<p>Predigt vom 23. April 2023 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/0423-Apg-6.1-7.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesen Tagen aber, als die J\u00fcnger immer zahlreicher wurden, kam es dazu, dass die Hellenisten unter ihnen gegen die Hebr\u00e4er aufbegehrten, weil ihre Witwen bei der t\u00e4glichen Versorgung vernachl\u00e4ssigt wurden. 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