{"id":4727,"date":"2023-02-26T12:23:32","date_gmt":"2023-02-26T11:23:32","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch\/wider-den-moralismus\/"},"modified":"2023-02-26T20:50:12","modified_gmt":"2023-02-26T19:50:12","slug":"againt-moralism","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/againt-moralism\/","title":{"rendered":"Against moralism"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Mann aber mit Namen Ananias verkaufte mit seiner Frau Saphira zusammen ein St\u00fcck Land und behielt mit Wissen seiner Frau etwas vom Erl\u00f6s zur\u00fcck. Einen Teil davon brachte er und legte ihn den Aposteln zu F\u00fcssen. Da sagte Petrus: Ananias, warum hat der Satan dein Herz so besetzt, dass du den heiligen Geist bel\u00fcgst und etwas vom Erl\u00f6s des Grundst\u00fccks unterschl\u00e4gst? War es nicht dein Eigentum, solange es unverkauft war, und konntest du \u00fcber den Ertrag nicht frei verf\u00fcgen, als es verkauft war? Wie konnte dir so etwas in den Sinn kommen? Nicht Menschen hast du belogen, sondern Gott. Als Ananias diese Worte h\u00f6rte, brach er zusammen und starb. Und grosse Furcht \u00fcberkam alle, die es vernahmen. Die jungen M\u00e4nner aber standen auf und h\u00fcllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn.\u00a0Es geschah aber nach ungef\u00e4hr drei Stunden, dass seine Frau hereinkam, ohne zu wissen, was geschehen war. Petrus wandte sich an sie und sprach: Sag mir, habt ihr das Grundst\u00fcck f\u00fcr diesen Betrag verkauft? Sie sagte: Ja, f\u00fcr diesen Betrag. Petrus erwiderte ihr: Wie konntet ihr nur \u00fcbereinkommen, den Geist des Herrn auf die Probe zu stellen? Schau, die F\u00fcsse derer, die deinen Mann begraben haben, stehen schon vor der T\u00fcr, und sie werden auch dich hinaustragen. Und unmittelbar darauf fiel auch sie zu seinen F\u00fcssen nieder und starb. Als die jungen M\u00e4nner eintraten, fanden sie sie tot; und sie trugen sie hinaus und begruben sie an der Seite ihres Mannes. Und grosse Furcht \u00fcberkam die ganze Gemeinde und alle, die es vernahmen. Apg 5,1-11<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Aufrichtigkeit geh\u00f6rt zur Gegenwart Gottes wie das Brennen des Holzes im Feuer. Wer sich der Gegenwart Gottes aussetzt, kommt nicht darum herum, von ihr durchgl\u00fcht zu werden, wer in dieser Pr\u00e4senz ist, kann sich ihrer L\u00e4uterung nicht entziehen. Sie reinigt die menschliche Seele von den Spuren ihrer Geschichte, macht sie durchsichtig wie eine Fensterscheibe, und sie l\u00e4sst nichts als das Licht Gottes durchscheinen. Diese Durchsichtigkeit ertr\u00e4gt keine Eigenwilligkeit oder Unehrlichkeit. Sie verlangt vielmehr jene Aufrichtigkeit, welche die Frucht von Demut und Selbstlosigkeit ist. Durch sie ist Gott gegenw\u00e4rtig, durch sie ist der menschliche Leib mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und all seiner Kraft vom Geheimnis des Moments durchdrungen, durch sie kommen G\u00fcte und Weisheit Gottes zur Welt. Eine solche Aufrichtigkeit ist keine Sache des Habens oder Wissens oder Wollens, sie ist eine Sache des Seins.<\/p>\n<p>Wer mit dieser Aufrichtigkeit vertraut ist, versteht sogleich, dass sie der Seele guttut. Stehe ich aufrichtig in mir, habe ich den Kampf gegen mich und mein Leben beendet, akzeptiere meine St\u00e4rken und meine Schw\u00e4chen und bin mit mir im Frieden. In dieser Aufrichtigkeit begegne ich andern Menschen unaufgeregt und freundlich, bleibe mir bewusst, dass ich vieles nicht weiss, und suche stets nach dem sinnvollen n\u00e4chsten Schritt. Dabei bleibe ich verbunden mit jener Ressource, die mir jeden Moment meine Lebendigkeit gibt, mich sein l\u00e4sst und meine Seele n\u00e4hrt. Fehlt hingegen diese Aufrichtigkeit, strample ich mich durch mein Leben, werde von gegens\u00e4tzlichen Empfindungen, Ideen und Bed\u00fcrfnissen hin- und hergeworfen und verheddere mich im Vielen, das mich anspricht und lockt. Vielleicht sehne ich mich zwar nach Aufrichtigkeit, aber mir fehlt der Mut, zu ihr zu stehen, und vielleicht verwerfe ich sie, weil ich anderes im Kopf habe und zuerst und vor allem meine Ziele erreichen will. Meine Seele freilich trocknet aus. Sie mag mir ihren Durst zwar eine Weile mitteilen. Doch \u00fcberh\u00f6re ich sie immer und immer wieder, verstummt sie, kr\u00fcmmt sich zusammen und wird krankt. An der Aufrichtigkeit, die ich lebe, entscheidet sich \u00fcber kurz oder lang, wie es mir geht, wie ich auf diese Welt wirke und wie die Folgen sind, die ich verursache. Sie ist der Massstab, dem gegen\u00fcber sich vieles, was f\u00fcr das eigene Leben bedeutsam ist, entscheidet.<\/p>\n<p>Unser Predigttext f\u00fchrt dies exemplarisch vor. In seinem Evangelium hat Lukas am Beispiel von Jesus den Segen eines aufrichtigen Lebens aufgezeigt. In seiner Apostelgeschichte macht er nun deutlich, dass die Urgemeinde diesem Beispiel folgt und dass sie ebenso wie Jesus aufrichtig im Leben steht und entsprechenden Segen verbreitet. Anhand unseres Predigttextes illustriert er dies <em>e contrario<\/em>. Fehlt n\u00e4mlich die Aufrichtigkeit, hat dies ebenso rasch Folgen, wie wenn sie gelebt wird. An ihr wird sofort deutlich, was sich bew\u00e4hrt bzw. nicht bew\u00e4hrt und was zu beachten Weisheit bzw. Torheit ist.<\/p>\n<p>Der Geschichte geht der Bericht voraus, dass die ganze Urgemeinde ein Herz und eine Seele war (Apg 4,32-35). Sie teilte die Gegenwart Gottes miteinander, nahm im Hier und Jetzt ihre Verantwortung wahr und war sich bewusst, dass diese Verantwortung den Namen von Jesus Christus dem Nazarener trug. In dieser Verantwortung war sie motiviert, ihren Besitz zum gegenseitigen Wohl einzusetzen. So wurden Grundst\u00fccke verkauft und der Erl\u00f6s den Aposteln zu Gunsten von Bed\u00fcrftigen zur Verf\u00fcgung gestellt. Dabei war das Tun streng an die Einm\u00fctigkeit in der Gegenwart Gottes gebunden. Was sie taten, blieb freiwillig, orientierte sich an der Gegenwart Gottes und war frei von jeglicher ideologischen Normativit\u00e4t. Im Zentrum stand die Verantwortung, in der man stand. Am Beispiel von Josef, genannt Barnabas, wurde illustriert, was dies bedeutete (Apg 4,36f).<\/p>\n<p>Mit unserem Predigttext folgt nun ein Beispiel, das verdeutlicht, dass diese Verantwortung im Hier und Jetzt im Kern nichts anderes als Aufrichtigkeit ist. Sie ist der Massstab, die Norm, an welcher sich die Verantwortung bemisst. Das Beispiel erz\u00e4hlt von Ananias und seiner Frau Saphira. Sie geh\u00f6ren zur Urgemeinde und besitzen ein St\u00fcck Land. Erz\u00e4hlt wird nun, dass Ananias in \u00dcbereinstimmung mit Saphira dieses Land verkauft und mit ihrem Wissen etwas vom Erl\u00f6s zur\u00fcckbeh\u00e4lt. Den andern Teil bringt er und legt ihn den Aposteln zu F\u00fcssen. Der Text gibt keinen Hinweis darauf, was ihr Motiv f\u00fcr den Verkauf und die Aufteilung des Erl\u00f6ses ist. Allerdings wird Ananias bei der \u00dcbergabe des Geldes sogleich mit seinem Tun konfrontiert. Petrus spricht ihn n\u00e4mlich an und fragt ihn, weshalb der Satan sein Herz so besetzt, dass er den Heiligen Geist bel\u00fcge und etwas vom Erl\u00f6s unterschlage.<\/p>\n<p>Lukas hatte in seinem Evangelium keine Zweifel gelassen, dass es in der Geschichte von Jesus nach der Versuchung durch den Teufel (Lk 4,13) bis zum Moment, als der Satan in Judas fuhr (Lk 22,3), eine Zeit gab, in der der Satan machtlos und Gott ganz gegenw\u00e4rtig war (Lk 10,18). Eine solche Zeit versucht er auch in der Urgemeinde zu sehen, doch kann auch er die Augen vor den Tatsachen nicht verschliessen: Die Urgemeinde steht nicht v\u00f6llig einm\u00fctig in der Gegenwart Gottes, sie wird durch den Teufel versucht und bleibt nicht ganz aufrichtig. Dass Ananias etwas von seinem Erl\u00f6s unterschl\u00e4gt, ist das Symptom. Das Problem dahinter besteht darin, dass er seine Aufrichtigkeit preisgibt und die Gegenwart Gottes im Heiligen Geist bel\u00fcgt. Die weiteren Worte von Petrus zeigen, was damit gemeint ist.<\/p>\n<p>Petrus macht n\u00e4mlich klar, dass das Land Ananias geh\u00f6rte und dass er \u00fcber den Erl\u00f6s frei verf\u00fcgen konnte. Er unterstellt damit, dass Ananias das Land nicht verkaufen musste und dass er auch einen Teil vom Erl\u00f6s h\u00e4tte behalten k\u00f6nnen \u2013 w\u00e4re er aufrichtig geblieben und h\u00e4tte er aufrichtig kommuniziert. Der Mangel an Aufrichtigkeit ist die Wurzel des Problems, sie hat seine Verantwortung korrumpiert. Abschliessend h\u00e4lt Petrus fest, dass Ananias mit seiner Unaufrichtigkeit nicht bloss Menschen, sondern Gott belogen habe. Petrus konfrontiert Ananias also mit sich selbst und fordert ihn damit auf, seine Verantwortung wieder wahrzunehmen. Soweit kommt es indes nicht mehr. Erz\u00e4hlt wird n\u00e4mlich, dass Ananias, als er dieses Wort h\u00f6rt, zusammenbricht und stirbt. Grosse Furcht \u00fcberkommt alle. Junge M\u00e4nner stehen auf, h\u00fcllen den Toten ein und tragen ihn zum Begr\u00e4bnis hinaus. Die Konfrontation mit sich selbst f\u00fchrt also dazu, dass Ananias in seine Verantwortung gestellt und von seinen eigenen Taten eingeholt wird. Die Konsequenzen sind heftig.<\/p>\n<p>Die Fortsetzung erz\u00e4hlt, dass nach etwa drei Stunden Saphira hereinkommt, aber nicht weiss, was geschehen ist. Noch bevor sie sich informieren kann, wird sie von Petrus angesprochen. Er fragt sie, ob sie das Grundst\u00fcck f\u00fcr denjenigen Betrag verkauft haben, den ihm Ananias \u00fcberbracht hat. Sie best\u00e4tigt dies. Entsetzt konfrontiert Petrus nun auch sie. Er stellt auch ihr gegen\u00fcber in den Raum, wie sie mit ihrem Mann bloss \u00fcbereinkommen konnte, den Geist Gottes auf die Probe zu stellen und zu l\u00fcgen. F\u00fcr ihn ist klar, dass sie als Paar einer Versuchung erlegen sind und was deren unvermeidbaren Folgen sind. Er weist sie deshalb nur noch darauf hin, dass diejenigen, die ihren Mann begraben haben, bereits vor der T\u00fcr warten, um auch sie hinauszutragen. Sogleich geschieht, was geschehen muss: Auch sie f\u00e4llt zu seinen F\u00fcssen und stirbt. Als die jungen M\u00e4nner eintreten, k\u00f6nnen sie nur noch ihren Tod feststellen. Sie tragen deshalb auch sie hinaus und begraben sie an der Seite ihres Mannes. Das Ereignis l\u00f6st grosse Furcht in der Gemeinde und bei allen, die davon h\u00f6ren, aus. Das Wort \u1f10\u03ba\u03ba\u03bb\u03b7\u03c3\u03af\u03b1, das an dieser Stelle zum ersten Mal genannt wird und sp\u00e4ter zum Wort f\u00fcr die Kirche wird, weist darauf hin, dass hier f\u00fcr Lukas eine f\u00fcr die ganz Kirche fundamentale Norm verletzt worden ist. Ohne Aufrichtigkeit ist Gott nicht gegenw\u00e4rtig. Die Folgen zeigen sich umgehend. Gottes G\u00fcte und Weisheit wird nur konkret, wo die Verantwortung im Hier und Jetzt aufrichtig wahrgenommen und gelebt wird.<\/p>\n<p>In heutigen Ohren klingt die Geschichte von Ananias und Saphira legendenhaft. Sie mag einen historischen Kern haben, doch l\u00e4sst sich dieser nicht mehr rekonstruieren. In ihrer heutigen Form wirkt sie stilisiert und zugespitzt. Allerdings wird sie auf diese Weise erst recht unheimlich. So sehr Lukas sonst das Heilende und Erl\u00f6sende der Gegenwart Gottes heraushebt, so harsch und unbarmherzig erz\u00e4hlt er hier. Er verletzt damit nicht nur den r\u00f6mischen Rechtssatz \u00abaudiatur et altera pars\u00bb, also dass stets auch die andere Seite geh\u00f6rt werden muss, bevor ein Urteil gef\u00e4llt werden soll, sondern auch das menschliche Empfinden von Mitgef\u00fchl und N\u00e4chstenliebe. In der Fortsetzung betont er dann wieder, dass alle eintr\u00e4chtig beisammen sind und dass viele Kranke geheilt werden (Apg 5,12-16). Wie also l\u00e4sst sich diese Geschichte heute verstehen?<\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Optionen. F\u00fcr mich wird sie interessant, wenn ich sie als Pl\u00e4doyer f\u00fcr aufrichtige Selbstverantwortung lese. Was auch immer ich tue \u2013 mein Verhalten f\u00e4llt auf mich zur\u00fcck. Bereits die Weisheit der Psalmen hat diesen Zusammenhang von Tun und Ergehen aufgezeigt (z.B. Ps 57,7). Lukas macht mit seinem Beispiel deutlich, dass sich daran nichts ge\u00e4ndert hat. Die Verantwortung, in die ich hier und jetzt gestellt bin, kann ich nicht folgenlos \u00fcbergehen. Nehme ich sie wahr, entsteht durch mich Lebendigkeit, Heilung, Erl\u00f6sung, missachte ich sie, korrumpiere ich meine Seele und provoziere den Tod. Solche Verantwortung ist allerdings nicht nur ein rationales Folgenkalk\u00fcl, das einzig die Gewinnmaximierung im Blick hat, sondern bemisst sich an meiner Aufrichtigkeit. In ihrem Zentrum steht die \u00abFurcht des Herrn\u00bb, also die Gegenwart Gottes. Diese ist der Anfang der Weisheit (Ps 111,10; Spr 1,7; 9,10). Nur indem ich aufrichtig in der Gegenwart Gottes bin, nehme ich tats\u00e4chlich die Verantwortung wahr, in welcher ich stehe. Erst diese aufrichtige Pr\u00e4senz gibt meiner Selbstverantwortung jene Demut und Freiheit, die n\u00f6tig sind, um unbefangen und selbstkritisch die Folgen meines eigenen Tuns zu erkennen, daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen und so die G\u00fcte und Weisheit der Gegenwart Gottes zu leben. Aus dieser Perspektive ist die Erz\u00e4hlung von Ananias und Saphira ein Beispiel, das abschrecken soll, das von den Folgen fehlender Verantwortung in Aufrichtigkeit warnt und dazu auffordert, sich selbstkritisch dar\u00fcber Rechenschaft geben.<\/p>\n<p>Aus einer solchen Perspektive k\u00f6nnen wir diese Erz\u00e4hlung als Beispiel von Pseudomoral und Ideologiekritik im Rahmen der Kirche, aber auch der Gesellschaft lesen. Ebenso wie Ananias und Saphira k\u00f6nnen auch wir uns unter Druck f\u00fchlen, der Moral oder Ideologie einer Bubble, zu der wir geh\u00f6ren wollen, zu gen\u00fcgen. Junge Menschen m\u00f6gen Gruppendruck unmittelbar erleben, doch Erwachsene k\u00f6nnen ihm ebenso ausgesetzt sein. In einem kirchlichen Milieu zeigt sich dieser Druck als ideologisches Netz von sogenannten christlichen Werten, das kaum sichtbar, aber deshalb nicht weniger wirksam den Boden, auf dem wir uns bewegen, bestimmt. Es schafft in uns jene Gesinnung, die uns ein gutes Gef\u00fchl gibt und deren moralische Dividende wir gern einstreichen. Dabei aber versticken sich unsere F\u00fcsse rascher, als uns lieb ist, in die Widerspr\u00fcche, die in diesem Netz der guten Absichten stecken (vgl. Ps 57,7): Wir wollen Frieden und Freiheit, aber wir tun uns schwer, der Ukraine jene Waffen zu liefern, mit denen sie Frieden und Freiheit verteidigen kann. Wir setzen uns gegen Diskriminierung ein, aber wir haben nicht den Mut, f\u00fcr Selbstverantwortung und den Ausstieg aus der Opfer-T\u00e4ter-Spirale einzustehen. Wir setzen uns f\u00fcrs Klima ein, aber verzichten ungern f\u00fcr Ferien auf das Flugzeug. \u00abThe road to hell is paved with good intentions\u00bb, weiss ein englisches Sprichwort. Im Netz der guten Absichten ist gutgemeint nur allzu oft das Gegenteil von gut.<\/p>\n<p>Die Geschichte von Ananias und Saphira h\u00e4lt uns hier den Spiegel vor und fordert uns dazu auf, unsere Verantwortung nicht bloss vorzut\u00e4uschen, sondern aufrichtig wahrzunehmen und zu leben. Orientieren wir uns an der Gegenwart Gottes, stehen wir nicht in einer Verantwortung, die von uns moralische Perfektion verlangt. Es gen\u00fcgt, dass wir aufrichtig sind, dass wir dankbar jene G\u00fcte Gottes empfangen und leben, die uns jeden Moment geschenkt ist, und dass wir uns an jener Weisheit orientieren, die beachtet, was sich bew\u00e4hrt und gute Fr\u00fcchte bringt. Gesinnungsethik darf nicht zum Selbstzweck verkommen, sie muss stets im Dienst einer aufrichtigen Verantwortungsethik stehen. Beten wir also, dass wir aufrichtig in jener Verantwortung stehen, in die uns die Gegenwart Gottes stellt. Amen.<\/p>\n<p>Predigt vom 26. Februar 2023 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/0226-Apg-5.1-11-1.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Mann aber mit Namen Ananias verkaufte mit seiner Frau Saphira zusammen ein St\u00fcck Land und behielt mit Wissen seiner Frau etwas vom Erl\u00f6s zur\u00fcck. Einen Teil davon brachte er und legte ihn den Aposteln zu F\u00fcssen. 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