{"id":4532,"date":"2022-11-13T12:20:33","date_gmt":"2022-11-13T11:20:33","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch\/?p=4532"},"modified":"2022-11-14T21:19:26","modified_gmt":"2022-11-14T20:19:26","slug":"interpretation-of-presence","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/interpretation-of-presence\/","title":{"rendered":"Interpretation of presence"},"content":{"rendered":"<p><em>Petrus aber trat vor, zusammen mit den elfen, erhob seine Stimme und sprach: Ihr Juden und all ihr Bewohner Jerusalems, dies sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte! Diese M\u00e4nner sind nicht betrunken, wie ihr meint; es ist doch erst die dritte Stunde des Tages. Nein, hier geschieht, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich von meinem Geist ausgiessen \u00fcber alles Fleisch, und eure S\u00f6hne und eure T\u00f6chter werden weissagen, und eure jungen M\u00e4nner werden Gesichte sehen, und eure Alten werden Tr\u00e4ume tr\u00e4umen. <\/em><em>Apg 2,14-17<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Gottes G\u00fcte und Weisheit sind unmittelbar gegenw\u00e4rtig, jeden Moment. Doch um dies zu begreifen und im eigenen Leben umzusetzen, bedarf es der Reflektion. Was in diesen beiden S\u00e4tzen lapidar formuliert ist, f\u00fcllt Bibliotheken. Einerseits geschieht alles Leben im Moment. Ich bin der, der ich hier und jetzt bin. Meine Vergangenheit hat mich zwar geformt, und die Zukunft wirkt bereits jetzt auf mich, doch lebe ich doch nur in diesem Augenblick. Diese Pr\u00e4senz ist die Voraussetzung f\u00fcr G\u00fcte und Weisheit, also f\u00fcr ein wohlwollendes und gelingendes Leben. Bin ich in der Gegenwart, ist dies evident, unmittelbar erfahrbar, offensichtlich. Andererseits ist diese Erfahrung so offensichtlich wie fl\u00fcchtig. Ich kann den Moment nicht fassen. St\u00e4ndig bin ich bereits mit Neuen konfrontiert. Wo ist der Augenblick, der gerade noch so klar gegenw\u00e4rtig war, geblieben? Wo bin ich, wenn ich doch nur in der Gegenwart bin, wer ich bin, und diese Gegenwart st\u00e4ndig vergeht und neu kommt?<\/p>\n<p>Die Reflexion \u00fcber die Zeit ist rasch verwirrend. Und dies gilt umso mehr, als die Zeit f\u00fcr das unmittelbare Erleben so klar ist. Das ist der Ansatz f\u00fcr eine Mystik der Zeit, das ist der Ansatz f\u00fcr eine postchristliche Mystik. Eine solche Mystik geh\u00f6rt zum Menschen \u2013 zu jedem Menschen, unabh\u00e4ngig von Geschlecht, Kultur, Gesellschaft, politischem System oder dergleichen. Sie orientiert sich also an dem, was alle Menschen miteinander teilen: dass sie, solange sie leben, in der Gegenwart leben, dass sie dies zwar unmittelbar als Erl\u00f6sung erfahren, aber dass sie diese Erfahrung durch die Spiegelungen des eigenen Bewusstseins immer wieder in Verwirrung bringen und sich in die Geschichte verstricken. Diese Erfahrung ist gleichsam die Grundgeschichte einer Mystik der Zeit, eine erste Reflexion der eigenen Zeitlichkeit.<\/p>\n<p>Diese mystische Grunderfahrung ist der Stoff aus dem die Religionen gemacht sind. In immer wieder neuen Schlaufen kreisen sie um die Erfahrung der eigenen Zeitlichkeit und ringen um die erl\u00f6ste Gegenwart. Die Geschichten, die sie davon erz\u00e4hlen, bleiben dabei stets ambivalent. Sie reflektieren, was jeden Moment erlebt, aber nicht gesagt werden kann, und sie k\u00f6nnen doch nicht anders, als davon erz\u00e4hlen, was ihnen am Herzen liegt, selbst wenn sie dabei st\u00e4ndig Gefahr laufen, sich im Vielen zu verlieren.<\/p>\n<p>Den Autoren der biblischen Texte geht dies selbstverst\u00e4ndlich nicht anders, und unser Predigttext illustriert es. Wer ihn verfasst hat, ist nicht bekannt. Alte Texte nennen ihn Lukas. Vermutlich hat dieser Autor zuerst das Lukasevangelium und anschliessend die Apostelgeschichte geschrieben. Im Zentrum steht f\u00fcr ihn die Gegenwart Gottes bzw. das, was er das Kommen des Gottesreichs nennt. Dies ist f\u00fcr ihn ein unmittelbares Ereignis, das sich jeden Moment ereignet. Doch um deutlich zu machen, was er damit meint, erz\u00e4hlt er Geschichten. Zuerst die Geschichte von Jesus. Er erz\u00e4hlt von dessen Taten und Lehren. St\u00e4ndig bewegt er sich zwischen den konkreten Erlebnissen und deren Reflexion. Mit dem Abschluss der Geschichte von Jesus beginnt f\u00fcr ihn die Geschichte der Apostel. Auch in dieser Zeit ist Gottes Gegenwart jeden Moment am Kommen. Er erz\u00e4hlt von Ereignissen, in denen dies unmittelbar erfahrbar wird, und er rekapituliert Reden, in denen diese Ereignisse reflektiert werden.<\/p>\n<p>Unser Predigttext ist der Beginn einer solchen Reflexion. Ihr geht der Bericht des Pfingstwunders voraus (Apg 2,1-13). Hier hat Lukas gleichnishaft erz\u00e4hlt, was Pfingsten ist: Wer in der Gegenwart Gottes ist, vernimmt, was dies heisst \u2013 zwar nicht mit seinen Ohren, aber als Pr\u00e4senzerlebnis \u2013 wie einen ohrenbet\u00e4ubender Sturm. Die Flammen der Gegenwart werden ihn zum Brennen bringen und K\u00f6rper, Gef\u00fchl und Denken durchgl\u00fchen. Dieses unmittelbare Erlebnis deutet Lukas als Erfahrung des Heiligen Geistes. Wird ein Mensch so vom Heiligen Geist durchdrungen, mag er vielleicht unverst\u00e4ndlich sprechen, doch seine Worte k\u00f6nnen von einigen Menschen dennoch unmittelbar mit dem Herzen vernommen werden. Allerdings h\u00e4lt Lukas fest, dass es andere gibt, die nicht verstehen und die spotten, die seien doch betrunken, dass sie so sprechen. Die unmittelbare Gegenwart Gottes ist ein mystisches Ereignis. Wer daf\u00fcr nicht empf\u00e4nglich ist, hat kein Empfinden f\u00fcr das, was da geschieht.<\/p>\n<p>Hier setzt unser Predigttext ein. Er erz\u00e4hlt, dass Petrus gemeinsam mit den elf anderen Aposteln vortritt und sich zu Wort meldet (Apg 2,14). Wie bereits nach der Himmelfahrt Jesu ist es Petrus, der das Wort ergreift; doch repr\u00e4sentiert er nur als Teil der Apostel den Zw\u00f6lferkreis, der f\u00fcr die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels steht. Dieser Kreis nimmt f\u00fcr sich in Anspruch, den Samen jenes neuen Israels zu bilden, in welchem dessen Verheissungen in Erf\u00fcllung gehen, und er will die Situation entsprechend gedeutet wissen. Das Pfingstwunder, das als Flamme der Gegenwart das Potential hat, alle anwesenden Menschen zu erfassen, ist zwar unmittelbar evident. Wird indes versucht, es mit seinem Verstand zu begreifen und einzuordnen, stellt sich die Frage, wer den Anspruch auf die richtige Deutung erheben kann, mithin also die Auseinandersetzung um die richtige und falsche Lehre.<\/p>\n<p>Petrus und seine Mitapostel haben ihr Verst\u00e4ndnis des Pfingstereignisses, und ihnen liegt daran, die j\u00fcdische Zuh\u00f6rerschaft von ihrer Deutung zu \u00fcberzeugen. Jetzt, nach dem Pfingstereignis, ist f\u00fcr sie der Moment gekommen, sich zum ersten Mal nach der Himmelfahrt Jesu an das einheimische, j\u00fcdische Publikum zu richten und das unmittelbare Erlebnis der Gegenwart Gottes in ihren Kategorien zu deuten.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst h\u00e4lt Petrus fest, dass diejenigen, die dies erlebt haben, keineswegs betrunken sind (Apg 2,15). Er verweist darauf, dass es erst Vormittag sei (die 3. Stunde meint etwa 9 Uhr). Was hier geschehe sei, sei etwas ganz anderes: n\u00e4mlich die Erf\u00fcllung der Verheissung des Propheten Joel (Apg 2,16). Alle, die bisher nicht verstanden haben, sollen erkennen, dass sich hier erf\u00fcllt, was Joel f\u00fcr die Endzeit verheissen hat: Gott werde seinen Geist ausgiessen \u00fcber alles Fleisch. S\u00f6hne und T\u00f6chter werden weissagen. Die jungen M\u00e4nner werden Visionen haben, und die alten werden Tr\u00e4ume tr\u00e4umen. Auch Knechte und M\u00e4gde werden vom Geist erfasst und weissagen. Alle Menschen in Israel werden von der Flamme der Gegenwart Gottes zu brennen und daraus zu agieren beginnen. In der Verheissung Joels ist anschliessend von kosmischen Ereignissen die Rede, welche Sonne und Mond erfassen und deutlich machen, dass nun der grosse Tag Gottes kommt (Apg 2,17-21). Was Lukas in den Worten von Petrus sagen will, ist also klar: Gott ist jetzt, durch das Kommen des Heiligen Geistes, so gegenw\u00e4rtig geworden, dass jeden Moment die Endzeit am Kommen ist. Die Gegenwart Gottes ist nun die F\u00fclle der Zeit.<\/p>\n<p>In der Fortsetzung f\u00fchrt er aus, was ihn zu dieser Deutung bringt und welche Konsequenzen er daraus zieht. Er verweist die angesprochenen Israeliten zun\u00e4chst auf Jesus von Nazaret, der sich als Gesandter Gottes auswies, der ans Kreuz geschlagen, aber von Gott auferweckt wurde, sodass sich ein Psalmwort (Ps 16,-11) erf\u00fcllte (Apg 2,22-29). Sodann betont er, dass dieser Jesus nun zur Rechten Gottes erh\u00f6ht wurde, den Heiligen Geist empfing und diesen jetzt ausgoss, sodass auch hier ein Psalmwort (Ps 110,1) in Erf\u00fcllung ging (Apg 2,29-36). Schliesslich zeigt er, welche Folgen dies f\u00fcr die Angesprochenen hat: dass sie umkehren und sich auf den Namen Jesu Christi taufen lassen sollen, sodass sie die Vergebung ihrer S\u00fcnden erfahren und den Heiligen Geist empfangen. Klar macht er indes auch, dass diese Botschaft nicht nur den Anwesenden gilt, sondern ebenso deren Kindern und allen in der Ferne. Lukas l\u00e4sst keine Zweifel daran, dass diese Heilsbotschaft universal ist: Wer umkehrt, sich taufen l\u00e4sst und anerkennt, wie Gott in Jesus gegenw\u00e4rtig war und jeden Moment ist und bleiben wird, der kann diese Gegenwart jeden Moment selber realisieren (Apg 2,37-40). Nach der Erz\u00e4hlung von Lukas ist diese erste Petruspredigt vor Juden ein voller Erfolg. Etwa 3000 Menschen sollen ihr gefolgt und sich der jungen Christengemeinde angeschlossen haben (Apg 2,41).<\/p>\n<p>Diese Pfingstpredigt von Petrus hat es in sich. Sie bietet eine erste Reflexion von Gottes G\u00fcte und Weisheit, wie sie jeden Moment gegenw\u00e4rtig sind. Anlass zu dieser Reflexion gibt das Ereignis, dass Lukas Pfingsten nennt. Dieses Ereignis wird zwar von einigen unmittelbar mit dem Herzen verstanden. Andere aber finden keinen Zugang. Die Pfingstpredigt von Petrus, wie sie Lukas erz\u00e4hlt, ist eine Reaktion auf diese Situation. Eine verbale Interpretation der unmittelbaren Gegenwart Gottes soll erkl\u00e4ren, wie diese zu verstehen ist.<\/p>\n<p>Diese Interpretation orientiert sich an Texten der j\u00fcdischen Tradition. Zum Zuge kommen der Prophet Joel und die Psalmen. Diese Texte werden zur Interpretation der Gegenwart Gottes, wie sie sich soeben ereignet hat, in Anschlag gebracht. Gottes Gegenwart soll nicht bloss unmittelbar mit dem Herzen, sondern als Erf\u00fcllung traditioneller Verheissungen begriffen werden. Zwar wird damit das unmittelbare Ereignis nicht infrage gestellt, doch wird es durch die verbale Interpretation in eine Tradition und einen sozialen Kontext gestellt. Damit geschieht Entscheidendes: Die unmittelbare Gegenwart Gottes wird als unfassbares Ereignis in ein fassbares Ereignis transformiert.<\/p>\n<p>Die Notwenigkeit f\u00fcr diese Transformation sieht Lukas offensichtlich in der Geschichte von Jesus begr\u00fcndet. Denn er ist davon \u00fcberzeugt, dass Gott so sehr in Jesus von Nazaret gegenw\u00e4rtig war, dass er ihn vom Tod auferweckte und an den Platz zu seiner Rechten erh\u00f6hte, dass er ihm den Heiligen Geist gab und dass Jesus nun diesen Geist ausgoss. Was auf diese Weise geschehen ist, ist f\u00fcr Lukas so fundamental, dass aus seiner Sicht klar geworden ist, dass in der Gegenwart Gottes nicht weniger als die Endzeit am Kommen ist. Die Gegenwart Gottes ist damit keine andere geworden. Sie war, ist und bleibt bedingungslos, unmittelbar, pure Pr\u00e4senz. Aber um zu vermitteln, dass in dieser Gegenwart Vergangenheit und Zukunft, ja die ganze F\u00fclle der Zeit einschliesslich der kosmischen Endzeit, da ist, sieht sich Lukas gezwungen, die Geschichte von Jesus erz\u00e4hlen. Diese Geschichte vermittelt wenigstens gleichnishaft eine Vorstellung von dem, was sich ereignet, wenn Gott in seiner Endg\u00fcltigkeit gegenw\u00e4rtig wird. Aus diesem Grund sollen sich alle auf den Namen Jesu taufen lassen, in Kontakt mit der eschatologischen Gegenwart Gottes kommen und begreifen, dass so die S\u00fcnden vergeben sind, Heilung geschieht und die Erl\u00f6sung wirklich wird.<\/p>\n<p>Im Zentrum bleibt also f\u00fcr Lukas das unsagbare, geheimnisvolle, und doch v\u00f6llig evidente Ereignis von Gottes Gegenwart. Das Herz erfasst diese Gegenwart unmittelbar, empf\u00e4ngt ihre G\u00fcte und Weisheit und versteht, dass daraus Heilung und Erl\u00f6sung geschehen. Doch um dieses mystische Ereignis in die eigene Geschichte zu integrieren, bedarf es der Worte. Es muss interpretiert und im eigenen Lebenskontext begreifbar werden. Die Kategorien, die Lukas daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung stellt, stammen aus der j\u00fcdischen Tradition und werden an der Geschichte von Jesus konkretisiert. Ihm gelingt auf diese Weise, das Unsagbare sagbar zu machen und das Unbestimmte in Bestimmtes zu transformieren. Diese Leistung k\u00f6nnen wir kaum gen\u00fcgend w\u00fcrdigen. Sie war so \u00fcberzeugend, dass sie die Kirchengeschichte \u00fcber Jahrhunderte pr\u00e4gte. Heute werden wir indes beachten, dass die Sprache, die Lukas entwickelt hat, nicht Selbstzweck ist, sondern dass sie dazu dienen will, die eschatologische F\u00fclle der Gegenwart Gottes zu vermitteln, dass diese aber nicht an die Sprache von Lukas gebunden ist, sondern bedingungslos, frei von menschlicher Sprache, an jedem Ort und in jedem Moment gegenw\u00e4rtig ist und dass sie auch neu und anders gesagt werden kann. Beten wir deshalb, dass wir die christliche Sprache in einer Weise durchschauen, dass wir in jenen Moment Gottes kommen, in welchen sie uns f\u00fchren will. Amen.<\/p>\n<p>Predigt vom 13. November 2022 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/1113-Apg-2.14-17-1.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Petrus aber trat vor, zusammen mit den elfen, erhob seine Stimme und sprach: Ihr Juden und all ihr Bewohner Jerusalems, dies sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte! Diese M\u00e4nner sind nicht betrunken, wie ihr meint; es ist doch erst die dritte Stunde des Tages. 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