{"id":4316,"date":"2022-09-18T17:54:32","date_gmt":"2022-09-18T15:54:32","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch\/die-torheit-der-weisheit\/"},"modified":"2022-09-18T17:55:53","modified_gmt":"2022-09-18T15:55:53","slug":"the-folly-of-wisdom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/the-folly-of-wisdom\/","title":{"rendered":"The folly of wisdom"},"content":{"rendered":"<p><em>Tote Fliegen lassen das \u00d6l des Salbenmischers stinken und g\u00e4ren. Wertvoller als Weisheit und Ehre ist wenig Torheit. Der Weise hat den Verstand zu seiner Rechten, der Tor hat den Verstand zu seiner Linken. Und wenn der Tor unterwegs ist, fehlt es ihm an Verstand. Er aber denkt von jedem: Er ist ein Tor. Koh 10,1-3<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der heutige Bettag ist ein Tag der Besinnung. Hervorgegangen ist er aufgrund der konfessionellen B\u00fcrgerkriege, welche die Schweiz im 19. Jahrhundert ersch\u00fcttert haben. Die konfessionellen Spannungen sind heute zum Gl\u00fcck weitgehend verschwunden, der eidgen\u00f6ssische Dank-, Bet- und Busstag ist indes geblieben. Die Aufforderung zur Besinnung auf das Gemeinsame, alle Menschen Verbindende, kann sich offenbar ein Ablaufdatum nicht leisten, selbst wenn es im Rauschen des Individuellen oft genug an den Rand gedr\u00e4ngt wird.<\/p>\n<p>Das Nachdenken \u00fcber die Zeit, also \u00fcber die Zeitlichkeit des Zeitlichen, bringt etwas ins Bewusstsein, das Menschen miteinander verbindet und das sie mit allen Tieren und Pflanzen, ja mit der ganzen Sch\u00f6pfung teilen: (1.) Alles, was es gibt, geschieht in der Zeit, und (2.) alles, was es gibt, geschieht im Hier und Jetzt. Diese beiden Parameter, die Geschichte und der Moment, sind allem eigen. Sich an ihnen zu orientieren, schafft eine universale Perspektive mit Tiefe. Sie ist f\u00fcr s\u00e4kulares Denken ebenso zug\u00e4nglich wie f\u00fcr religi\u00f6ses. Die verschiedenen Religionen drehen um diesen Angelpunkt. In unz\u00e4hligen Kreisen interpretieren sie die Geschichte, in ihrem Zentrum bleibt indes die Mystik vom Geheimnis des Moments.<\/p>\n<p>Eine solche Orientierung ist die Grundlage der Weisheit. Weisheit ohne Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Zeitlichkeit des Zeitlichen ist nicht Weisheit. Diese Einsicht ist alt und universal. Sie findet sich zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Wer k\u00f6nnte sich nicht mit der Frage konfrontiert sehen, was sich im Angesicht der Endlichkeit und entsprechend knapper Ressourcen bew\u00e4hrt? Und wer h\u00e4tte sich der Tatsache entziehen k\u00f6nnen, dass das Geheimnis der Gegenwart bei jedem Schritt, bei jedem Atemzug, ebenso grundlegend wie unfassbar ist? Die Weisheit muss offensichtlich beides beachten: das, was sich aufgrund der Erfahrung bew\u00e4hrt, aber auch den Moment, der Wunder wirken, aber auch immer einen Strich durch die Rechnung machen kann.<\/p>\n<p>Die alttestamentliche Weisheit hat deshalb zwar betont, dass die Beobachtung des Lebens und der Welt wichtig sei. Sie hat indes auch festgehalten, dass die Furcht des Herrn der Anfang der Weisheit sei (Ps 111,10; Spr 1,7; 9,10; vgl. Hi 28,28; Jes 11,2). Dieser unverf\u00fcgbare, unberechenbare Aspekt ist mit jedem Augenblick neu gegeben. Wer Weisheit sucht, ist jeden Moment am Anfang. Insofern gibt es keine Weisheit ohne eine gewisse Torheit. Weisheit, welche die Torheit nicht integriert, kann nicht weise sein.<\/p>\n<p>Im Alten Testament ist es Kohelet, der Prediger, der sich dar\u00fcber Gedanken gemacht hat. H\u00f6ren wir auf seine \u00dcberlegungen!<\/p>\n<p><em>Tote Fliegen lassen das \u00d6l des Salbenmischers stinken und g\u00e4ren. Wertvoller als Weisheit und Ehre ist wenig Torheit.<\/em> F\u00fcr die israelische Weisheit sind Weisheit und Torheit Gegenbegriffe. So ist im Buch der Spr\u00fcche etwa von der Frau Weisheit und der Frau Torheit die Rede (Spr 9). Auch Kohelet geht von dieser Gegen\u00fcberstellung aus, doch f\u00fchren ihn seine chronosophischen \u00dcberlegungen zu einem integrativen Verst\u00e4ndnis von Weisheit und Torheit. Unser Predigttext zeigt dies beispielshaft.<\/p>\n<p>Kohelet macht sich bewusst, dass alles seine Zeit hat: Geb\u00e4ren und Sterben, Zerreissen und N\u00e4hen, selbst Krieg und Frieden (Koh 3,1-9). F\u00fcr alle Ambivalenzen und Widerspr\u00fcche gibt es eine Zeit. Er fragt deshalb nach dem Gewinn von all der M\u00fche, die ein Mensch aufwendet. Doch diese Frage f\u00fchrt ihn in eine existentielle Krise. Erl\u00f6sung findet er erst, als in ihm ein Paradigmenwechsel geschieht und er seine Frage nach dem Gewinn loslassen kann. Als er n\u00e4mlich den Abgrund seiner Demut durchschreitet und die M\u00fche um sich selbst und seine Zeitlichkeit von ihm abf\u00e4llt, realisierte er, dass das nicht-duale Geheimnis der Gegenwart, dass die Sch\u00f6nheit von Gottes Gegenwart, jeden Moment da ist (Koh 3,10-16). Der Mensch ist zwar ebenso sterblich wie das Tier, nichts hat er diesem gegen\u00fcber voraus. Doch dank der nicht-dualen Gegenwart Gottes steckt in jedem Augenblick bedingungslose Freude (Koh 3,16-22). Im <em>carpe diem \u2013 pfl\u00fccke den Tag,<\/em> verstanden als Freude an dieser bedingungslosen Pr\u00e4senz in allem, was der Alltag beschert, entdeckt er seine Erl\u00f6sung (Koh 9,7-10).<\/p>\n<p>Damit aber wird f\u00fcr Kohelet klar, dass Weisheit nicht einfach f\u00fcr ein gelingendes Leben sorgt und Torheit zwangsl\u00e4ufig in Schwierigkeit f\u00fchrt. Dieses und jenes hat seine Zeit, selbst wenn die Sch\u00f6nheit Gottes jeden Moment gegenw\u00e4rtig ist. Auch G\u00fcte und Weisheit wollen in der nicht-duale Gegenwart Gottes realisiert sein \u2013 mag dies auch f\u00fcr das menschlichen Denken zu scheinbaren Widerspr\u00fcchen f\u00fchren. F\u00fcr Kohelet heisst dies, dass man sich nicht gar zu weise geben soll. Weisheit macht zwar stark, doch niemand ist fehlerlos (Koh 7,15-22). Ein Mensch kann um Weisheit ringen, das Geschehen unter der Sonne vermag er dennoch nicht zu begreifen (Koh 8,16-17). Nicht immer gewinnen die Schnellen den Wettlauf und die Weisen das Brot. Erfolg und Misserfolg haben ihre Zeit, und der Zufall bleibt stets im Spiel. Der Mensch aber kennt seine Zeit nicht (Koh 9,11-12). Weisheit ist zwar besser als Kriegsger\u00e4t, doch ein Einziger, der fehlgeht, kann viel Gutes zerst\u00f6ren (Koh 9,18). Der Moment bleibt unberechenbar, die Weisheit, die dies bedenkt, bleibt sich deshalb ihrer eigenen Torheit bewusst.<\/p>\n<p>Unser Predigttext macht dies deutlich. So unbedeutend tote Fliegen sind \u2013 sie lassen das \u00d6l des Salbenmischers stinken. Zuf\u00e4lligkeiten k\u00f6nnen der Weisheit in die Quere kommen und das Gelingen verhindern. Das Wissen um das Geheimnis des Moments, also \u00abwenig Torheit\u00bb, ist deshalb \u00abwertvoller als Weisheit und Ehre\u00bb. Es h\u00e4lt die Option, dass es anders kommen kann, als man denkt, im Bewusstsein. Der Weise, der darum weiss, hat das denkende Herz (im hebr\u00e4ischen Text steht \u05dc\u05b5\u05d1 [leb], also Herz; die Z\u00fcrcher Bibel \u00fcbersetzt mit \u00abVerstand\u00bb) in seiner rechten Hand, also auf der tatkr\u00e4ftigen Seite. Der Tor nimmt es in seine linke Hand, und wenn er unterwegs ist, steht es ihm nicht zur Verf\u00fcgung. Vielmehr h\u00e4lt er den Weisen f\u00fcr einen Toren. Denn die Zuf\u00e4lligkeiten des Augenblicks kann ja auch dieser nicht durchblicken.<\/p>\n<p>In der Fortsetzung h\u00e4lt Kohelet fest, dass die Torheit erstaunlich erfolgreich sein kann. Sie kann in h\u00f6chste W\u00fcrden eingesetzt sein. Der Weise, der um die Unberechenbarkeit des Moments weiss und \u00abwenig Torheit\u00bb hat, bleibt deshalb gelassen (Koh 10,4-7). Er ist sich bewusst, dass er stets auf der Hut bleiben muss (Koh 10,8-11). Seine Worte werden ihm Gunst bringen. Der Tor mag zwar viel reden, jedoch erm\u00fcdet er sich selbst und findet sich nicht zurecht. Denn, so sein Fazit, niemand weiss, was geschehen wird (Koh 10,12-15). Der Weise tut deshalb gut daran, sich dieses Wenige an Torheit zu Herzen zu nehmen.<\/p>\n<p><em>Tote Fliegen lassen das \u00d6l des Salbenmischers stinken und g\u00e4ren. Wertvoller als Weisheit und Ehre ist wenig Torheit.<\/em> Heute ist Bettag, heute sind wir aufgefordert, \u00fcber die Weisheit nachzudenken, \u00fcber die Torheit in der Weisheit und \u00fcber die Grenzen der Weisheit.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst dieses: Trotz all ihrer Begrenztheit \u2013 um Weisheit ringen, bew\u00e4hrt sich. Auch Kohelet h\u00e4lt an dieser \u00dcberzeugung fest, und wir tun gut daran, diese Einsicht nicht zu vergessen. Orientieren wir uns an der Weisheit, beobachten wir, was sich ganz konkret im Leben bew\u00e4hrt, wir reflektieren unsere Beobachtungen, und wir handeln entsprechend. Wir stehen also selbstverantwortlich zu unserer Wahrnehmung und unserem Tun. Auf dieser Grundlage folgen wir nicht unreflektiert unseren Gewohnheiten und Traditionen, sondern adaptieren diese kritisch f\u00fcr unser Leben. Umgekehrt halten wir uns aber auch nicht einfach an herzlose Rationalit\u00e4t, sondern suchen eine integrative Wahrnehmung unserer Welt, eine ganzheitliche Reflexion und ein Tun, das in seinen Kontexten stimmt. Die Weisheit ist weder eine Mitl\u00e4uferin von Vorbildern, Populisten und Autorit\u00e4ten, noch eine zickige Dame, die ihren Sonderstatus zelebriert. Sie bleibt n\u00fcchtern und vern\u00fcnftig, aber sie hat ein offenes Herz und einen Sinn daf\u00fcr, was an der Zeit ist.<\/p>\n<p>Dieser chronosophische Sinn f\u00fchrt die Weisheit in den Abgrund der Demut. Kohelet hat dies am eigenen Leib erfahren, und es kommt niemand um diese Grenzerfahrung herum, der sich ernsthaft auf die Weisheit einl\u00e4sst. Die menschlichen Ressourcen sind aufgrund der Zeitlichkeit des Zeitlichen stets knapp und bestimmen die Bedingtheit des Daseins. Wir k\u00f6nnen uns mit dieser vertraut machen, wir k\u00f6nnen versuchen, sie zu ergr\u00fcnden, und wir k\u00f6nnen darum ringen, uns mit ihr zu synchronisieren \u2013 wirklich verstehen k\u00f6nnen wir sie nicht. Sie gr\u00fcndet im Geheimnis der Gegenwart, das mitten in allen Widerspr\u00fcchen und Ambivalenzen des Daseins unmittelbar, nicht-dual gegenw\u00e4rtig ist, das wir deshalb mit der Chiffre von der Gegenwart Gottes markieren, das aber ebenso offensichtlich wie geheimnisvoll bleibt. Wir wissen um das Geheimnis des Moments, und wir leben es st\u00e4ndig. Wir erhaschen einen Blick von ihm, und wir \u00fcbermalen es gleich wieder mit unseren Bildern. Der Moment ist unser blinder Fleck, den wir ob seiner unmittelbaren Pr\u00e4senz \u00fcbersehen. Sich darauf einzulassen, l\u00f6st unsere Identit\u00e4t auf. Wir merken, dass unser Ich keine zeitlose Entit\u00e4t ist, sondern ein zeitliches Konstrukt. Was wir sind, sind wir einzig und allein dank dem Geheimnis der Gegenwart, oder traditionell formuliert: dank der Gnade Gottes. Sie ist die Grundlage von G\u00fcte und Weisheit, sie zu erfassen, bleibt f\u00fcr uns aufgrund unserer Zeitlichkeit aber stets St\u00fcckwerk.<\/p>\n<p>Deshalb geh\u00f6rt etwas Torheit integrativ zur Weisheit. Sie steht f\u00fcr das Geheimnis der Gegenwart, das wir trotz aller Liebe nur ansatzweise erfassen (vgl. 1Kor 13,9-12). Kohelet hat ja durchaus recht mit seiner Beobachtung, dass die Weisheit nicht immer erfolgreich und die Torheit zuweilen bemerkenswert erfolgreich ist. Unerl\u00f6ste Geschichten der Vergangenheit k\u00f6nnen die Gegenwart einf\u00e4rben, Sorgen und \u00c4ngste gegen\u00fcber der Zukunft k\u00f6nnen das Hier und Jetzt bestimmen, und statt der F\u00fclle der Gegenwart Gottes kann den Moment auf einmal der Mangel an Erl\u00f6sung pr\u00e4gen. Das Ergebnis ist bekannt. Der verr\u00fcckte russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist nur ein Beispiel. F\u00fcr die Verstrickung in die eigene Geschichte gibt es unz\u00e4hlige. Wir tun, was wir f\u00fcr gut halten, doch darin ist nur so viel Gutheit enthalten, als wir von der G\u00fcte und Weisheit Gottes zulassen k\u00f6nnen. Das kann erschreckend wenig und furchtbar zerst\u00f6rerisch sein. Die alte israelitische Weisheit hat deshalb von der Furcht des Herrn gesprochen, die sich bewusst ist, dass Gottes G\u00fcte und Weisheit immer im Spiel ist, zuweilen indes so mangelhaft, dass das Ergebnis teuflisch wird. Kohelet spricht nicht von der Furcht des Herrn. Er h\u00e4lt sich stattdessen daran, dass Gott mit seiner Sch\u00f6nheit den Augenblick verzaubert, aber dass dies in Momenten, in welchen die Torheit dominiert, nur schwer zu erkennen ist. Was so oder so bleibt, ist das Wissen um die bedingungslose Gegenwart der G\u00fcte und Weisheit Gottes, aber auch das Wissen, dass wir dieser im Weg stehen und dass deshalb Furchtbares und T\u00f6richtes erfolgreich sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der heutige Bettag ist eine wunderbare Gelegenheit, uns auf die Gegenwart Gottes und deren G\u00fcte und Weisheit zu besinnen, dabei aber ebenso die seltsame Eigenheit des Menschen zu bedenken, das Geheimnis dieser Gegenwart mit sich selbst zu blockieren und zu verhindern. Beten wir also, dass wir unsere Endlichkeit bedenken, auf dass wir klug werden (vgl. Ps 90,12). Amen.<\/p>\n<p>Predigt vom 18. September 2022 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/0918-Koh-10.1-3-1.pdf\">PDF Datei herunterladen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tote Fliegen lassen das \u00d6l des Salbenmischers stinken und g\u00e4ren. Wertvoller als Weisheit und Ehre ist wenig Torheit. Der Weise hat den Verstand zu seiner Rechten, der Tor hat den Verstand zu seiner Linken. Und wenn der Tor unterwegs ist, fehlt es ihm an Verstand. Er aber denkt von jedem: Er ist ein Tor. 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