{"id":3889,"date":"2022-06-26T12:12:44","date_gmt":"2022-06-26T10:12:44","guid":{"rendered":"https:\/\/ritualart.ch\/kosmische-weisheit\/"},"modified":"2026-02-21T13:52:07","modified_gmt":"2026-02-21T12:52:07","slug":"cosmic-wisdom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ritualart.ch\/en\/cosmic-wisdom\/","title":{"rendered":"Cosmic wisdom"},"content":{"rendered":"<p><em>Nichtig und fl\u00fcchtig, sprach Kohelet, <\/em><br \/>\n<em>nichtig und fl\u00fcchtig, alles ist nichtig.<\/em><br \/>\n<em>Koh 1,2<\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\nDas Gl\u00fcck des Menschen liegt in der Gegenwart Gottes. Gl\u00fccklich ist, wer seine Selbstverwirklichung darin findet, im Moment zu sein und dessen Geheimnis zu leben. F\u00fcr den Glauben ist dies v\u00f6llig klar: Wo dein Schatz ist, ist auch dein Herz. Suche ich mein Gl\u00fcck in verg\u00e4nglichen Dingen, bin ich im Immer-Mehr gefangen und komme von mir selbst nicht los. Suche ich mein Gl\u00fcck hingegen in der Gegenwart Gottes, werde ich befreit von mir, bin vom Licht des Augenblicks erleuchtet und lebe gl\u00fccklich (Mat 6,19-24). Deshalb steht der Mensch st\u00e4ndig in der Entscheidung, im Licht des Moments zu sein oder in die Finsternis des Vielen abzugleiten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bergpredigt ist es eine Frage der Weisheit, sich dieser Entscheidung zu stellen und das Licht zu w\u00e4hlen. Denn dies bew\u00e4hrt sich und schafft ein gutes Leben. F\u00fcr moderne Menschen ist die Weisheit dieser Entscheidung allerdings nicht mehr ohne weiteres nachvollziehbar. Lichter machen ihre Nacht zum Tag, Lichter flimmern st\u00e4ndig auf ihren Bildschirmen, Lichter von Zielen und Begehrlichkeiten locken und nehmen sie in Beschlag. Wie kann es in dieser geblendeten Dauererregung noch dunkel werden? Wie soll in diesem Geflimmer von Lichtern die Finsternis jemals sp\u00fcrbar werden? Wer nicht durch die Maschen des Systems f\u00e4llt, wer nicht krank und depressiv wird, wer keinen Lebensverdruss entwickelt, ist mit Lichtern bestens bedient und braucht sich nicht um sein inneres Licht zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Es braucht keinen grossen Glauben, um festzustellen, dass da etwas aus dem Gleichgewicht gefallen ist. Wird unsere Welt mit Lichtern geflutet, h\u00f6rt die Dunkelheit nicht auf zu existieren, und wird das Licht immer greller, kehrt die Finsternis auf einmal umso heftiger zur\u00fcck. Die inflation\u00e4re Zunahme von Licht mag dessen Wert reduzieren und dessen Verf\u00fcgbarkeit steigern. Die Dunkelheit beseitigt sie nicht. Sie macht sie h\u00f6chstens unsichtbar. Es braucht offenbar eine Verknappung des Lichts, um dessen Wert wieder zu sehen, es braucht eine Vertrautheit mit der Finsternis, um die Gegenwart des Lichts erneut zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Allerdings ver\u00e4ndert dies den Blick auf die Lichter der Welt. Doch welchen Wert haben diese im Angesicht der Dunkelheit? Was ist ihre Bedeutung, wenn die Finsternis in demselben Augenblick zur Stelle ist, wo das Licht fehlt? Unser Predigttext setzt sich damit auseinander.<\/p>\n<p><em>Nichtig und fl\u00fcchtig, sprach Kohelet, \/ nichtig und fl\u00fcchtig, alles ist nichtig.<\/em> Dieser Vers ist das Leitmotiv im Buch Kohelet. Traditionell wurde dieses Buch aufgrund seines Anfangs \u2013 da ist vom Sohn Davids die Rede \u2013 als Buch des K\u00f6nigs Salomo, also Davids Sohn, verstanden (Koh 1,1). Salomo war f\u00fcr seine Weisheit ber\u00fchmt (1K\u00f6 3). Diese Unterstellung hat dem Buch Kohelet den Eingang in den j\u00fcdischen und christlichen Kanon verschaffen. In der heutigen Bibelforschung gibt es indes kaum Zweifel daran, dass diese Unterstellung historisch falsch und das Buch erst im 3.-2. Jhd. v. Chr. entstanden ist, also zu einer Zeit, als Israel unter hellenistischer Herrschaft stand und entsprechend beeinflusst wurde. Der Autor, der sich als Kohelet vorstellt, gibt sich als eine Art Philosophenk\u00f6nig zu verstehen, der in der j\u00fcdischen Weisheitstradition verankert ist, sich sein ganzes Leben mit dieser Weisheit befasst hat und nun sein Fazit pr\u00e4sentiert. Unser Predigtvers bringt dieses auf den Punkt.<\/p>\n<p>\u05d4\u05b2\u05d1\u05b5\u05a4\u05dc \u05d4\u05b2\u05d1\u05b8\u05dc\u05b4\u05d9\u05dd\u0599 \u05d0\u05b8\u05de\u05b7\u05a3\u05e8 \u05e7\u05b9\u05d4\u05b6\u0594\u05dc\u05b6\u05ea \u05d4\u05b2\u05d1\u05b5\u05a5\u05dc \u05d4\u05b2\u05d1\u05b8\u05dc\u05b4\u0596\u05d9\u05dd \u05d4\u05b7\u05db\u05b9\u05bc\u05a5\u05dc \u05d4\u05b8\u05bd\u05d1\u05b6\u05dc\u05c3 (habel habalim, \u02beamar koh\u00e6l\u00e6t, habel habalim, hakol hab\u00e6l), w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt: Hauch der Hauche, sprach Kohelet, Hauch der Hauche, das alles \u2013 Hauch. F\u00fcnfmal findet sich dasselbe Wort \u05d4\u05b6\u05d1\u05b6\u05dc (h\u00e6b\u00e6l). In der \u00dcbersetzung der Z\u00fcrcherbibel ist dies nicht mehr ersichtlich. Die Vulgata, also die lateinische Bibel, hat mit \u00abvanitas\u00bb (Eitelkeit) \u00fcbersetzt, damit jedoch Abstraktion geschaffen, moralisiert und den sinnlichen Bezug zum Windhauch aufgegeben. <em>Luther<\/em> hat diese \u00abEitelkeit\u00bb im Sinne von \u00ableer\u00bb verstanden, woraus \u00abnichts\u00bb geworden ist. <em>Buber\/Rosenzweig<\/em> \u00fcbersetzen mit \u00abDunst\u00bb (\u00aballes ist Dunst\u00bb). Eine existentialistische Interpretation \u00fcbersetzt im Anschluss an den franz\u00f6sischen Philosophen <em>Albert Camus<\/em> mit \u00ababsurd\u00bb. Die Suche nach Weisheit bliebe demnach f\u00fcr Kohelet letztlich absurd.<\/p>\n<p>Die Interpretation von Kohelets Leitmotiv ist wohl stets von ihrer eigenen Zeit beeinflusst. Wie aber k\u00f6nnte es Kohelet verstanden haben? Es steht zu Beginn des Buchs (1,1), und es wird am Ende nochmals wiederholt (12,8). Eine erste Deutung zeigt sich, wenn man es durch die Fortsetzung interpretiert, die ihm gleich zu Beginn folgt. Da stellt Kohelet n\u00e4mlich die Frage, welchen Gewinn ein Mensch von seiner ganzen M\u00fche und Arbeit unter der Sonne habe. Ein Geschlecht gehe, ein Geschlecht komme, und die Erde bleibe ewig bestehen. Die Sonne gehe auf, die Sonne gehe unter, und sie strebe zur\u00fcck, von wo sie gekommen sei. Der Wind komme von allen Seiten, und weil er drehe, komme er wieder. Die Fl\u00fcsse fl\u00f6ssen zum Meer, und dennoch w\u00fcrden die Meere nicht voll. So rede der Mund, und es komme keiner zum Ziel, das Auge werde nicht satt und das Ohr nicht voll. Was einmal geschehen sei, werde wieder geschehen, nichts werde wirklich neu. Alles sei l\u00e4ngstens da gewesen. Doch heute erinnere man sich nicht an die Fr\u00fcheren, und den Sp\u00e4teren werde es ebenso gehen. Auch an sie werde man sich nicht mehr erinnern.<\/p>\n<p>Im Blick steht also zun\u00e4chst die Verg\u00e4nglichkeit von allem menschlichen Handeln. Der Mensch mag sich und sein Tun ins Zentrum stellen. Doch nicht nur der einzelne Mensch, sondern ganze Geschlechter gehen und kommen. Was bleibt, ist die Erde samt Sonne, Wind und Meer. Doch auch diese zeigen das fortw\u00e4hrende Gehen und Kommen und die Unm\u00f6glichkeit, die Vollendung zu erreichen und aus diesem Gehen und Kommen zu entfliehen. Im Grunde wiederholt sich st\u00e4ndig dasselbe. Weil sich die Menschen zu sehr ins Zentrum stellen, \u00fcbersch\u00e4tzen sie die Zeit ihres eigenen Tuns und meinen darin viel Neues zu entdecken. W\u00fcrden sie genauer hinschauen und weniger sich selbst sehen, w\u00fcrden sie begreifen, dass nicht sie im Zentrum stehen, dass stattdessen die Welt best\u00e4ndig in ihrem eigenen, vom Menschen unabh\u00e4ngigen Gehen und Kommen bleibt. Die anthropozentrische Sicht wird also in eine kosmologische \u00fcberf\u00fchrt. Dies aber zeigt, dass alles menschliche Tun und Haben h\u00e6b\u00e6l ist \u2013 nichts als ein Windhauch. Von Gott ist im ganzen Abschnitt nicht die Rede. Umso mehr beeindrucken indes die Parallelen zur taoistischen Weisheit<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> \u2013 gerade weil historisch eine Beeinflussung nicht anzunehmen ist.<\/p>\n<p><em>Nichtig und fl\u00fcchtig, sprach Kohelet, \/ nichtig und fl\u00fcchtig, alles ist nichtig.<\/em> Unsere Zeit ist von Lichterfluten gepr\u00e4gt, vom K\u00e4mpfen um Aufmerksamkeit und vom Ringen um die eigene Bedeutsamkeit. Denken wir vor diesem Hintergrund \u00fcber diesen Spruch Kohelets nach, fordert er uns dazu auf, das Herz auf unsere Mitte auszurichten und uns zu \u00fcberlegen, wie sich unsere Wirklichkeit dann pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Findet unser Herz zu seiner Mitte, suchen wir jene Pr\u00e4senz, in welcher Gehen und Kommen untrennbar zusammengeh\u00f6ren. In unserer schnelllebigen Zeit sind wir rasche Wechsel gew\u00f6hnt, und wir sind mit dem Kick bestens vertraut, den hohes Tempo bereitet. Das Geflimmer der Lichter samt seinem Suchtpotential geh\u00f6rt zu unserer Zeit. Doch wie steht es mit dem Ausstieg daraus? mit jener Gelassenheit, die beides kennt: Ruhe und Bewegung, Dunkelheit und Licht? Kohelet beobachtet seine Welt aus einer Pr\u00e4senz, in welcher er die Gegens\u00e4tze des Lebens gleichsam in seiner linken und seiner rechten Hand h\u00e4lt. In dieser Pr\u00e4senz ist er in seiner Mitte. Er sieht das Best\u00e4ndige und das Fl\u00fcchtige, das Gehen und Kommen, er sieht, dass die Dinge, wie der Wind, einmal von hier, einmal von dort kommen, dass sie sich drehen, und zur\u00fcckkehren. Sein Moment ist die Gegenwart des Lichts, bevor es etwas erhellt und etwas im Dunkeln l\u00e4sst, gleichsam das Licht in der Dunkelheit des Weltalls. Dieses Licht ist nicht sichtbar, und wenn es gesehen wird, ist es nicht mehr das \u00abdunkle Licht\u00bb. Die Rede von der Gegenwart Gottes deutet diesen nicht-dualen Moment an, doch auch sie kann ihn nicht fassen. Gegenw\u00e4rtig ist er indes st\u00e4ndig \u2013 wenn wir, wie Kohelet, im Hier und Jetzt sind und zugleich das Best\u00e4ndige und das Zeitliche, das Gehen und das Kommen von Ewigkeit und Zeit realisieren.<\/p>\n<p>Diese Pr\u00e4senzerfahrung gibt Stabilit\u00e4t im Wechsel der Zeit. Auch wenn alles in Bewegung ist, auch wenn alles geht und kommt, auch wenn jeder Moment ein neuer Moment ist \u2013 dies zu realisieren, vermittelt einen Blick auf das Ganze des Kosmos, das als solches best\u00e4ndig ist. Kohelet macht diesen Blick auf das kosmische Ganze an Erde und Himmel fest: Die Erde bleibt ewig, auch wenn die Geschlechter der Menschen gehen und kommen. Sonne und Wind gehen und kommen, doch auch sie bleiben. Erde und Himmel sind gleichsam die stabilen Pole des Gehens und Kommens in seiner Pr\u00e4senzerfahrung. Deshalb gibt es auf der Erde und unter der Sonne nichts fundamental Neues. Alles ist Teil dieses kosmischen Ganzen, alles hat seine Zeit, alles ist in diesem kosmischen Ganzen aufgehoben (Koh 3). Hier zeigt sich also eine Weisheit, die sich nicht wie die alte israelitische Weisheit bei den Dingen des allt\u00e4glichen Lebens aufh\u00e4lt, sondern mit Erde und Himmel das Ganze und dessen Gehen und Kommen in Blick nimmt.<\/p>\n<p>Dieser Blick aufs Ganze bleibt sich indes der eigenen Begrenztheit bewusst. Die Menschen sind nur ein Teil, der geht und kommt \u2013 das Ganze sind sie nicht. Heute ist davon die Rede, dass ein neues geologisches Zeitalter, das Anthropoz\u00e4n, begonnen habe. Die Menschheit habe den dominanten geophysikalischen Einfluss auf das Erdsystem und entsprechende Verantwortung. Es ist zweifellos so: Heute hat das Tun des Menschen eine im historischen Vergleich noch nie dagewesene Wirksamkeit. Heute sind Menschen in der Lage, sich selbst und ihre Welt zu zerst\u00f6ren. An der Verantwortung, die daraus entsteht, d\u00fcrfen keine Abstriche gemacht werden. Kohelet stellt dies nicht in Frage. Doch er fordert dazu auf, einen Paradigmenwechsel vorzunehmen und den Menschen im kosmischen Ganzen zu sehen: Die Menschen sind wie Fl\u00fcsse st\u00e4ndig am Fliessen, doch nicht in der Lage, das Meer zu f\u00fcllen und ihre eigene Vollendung zu finden. Mit all ihrem Reden und Tun kommen sie nie ans Ziel und bleiben begrenzt auf ihre eigene Wahrnehmung. Ihre Hybris f\u00fchrt sie zwar immer wieder dazu, dies zu vergessen, sich Illusionen hinzugegen und das Fr\u00fchere nicht mehr zu erinnern. So wirksam sie mit ihrem Tun auch sind \u2013 es \u00e4ndert nichts an den kosmischen Polen von Erde und Himmel und dessen Gehen und Kommen. Wer nicht in narzisstischer Allmacht und Kr\u00e4nkung stecken bleibt und stattdessen die eigene Begrenztheit akzeptiert, versteht, dass Irrungen und Wirrungen zum Lauf der Zeit geh\u00f6ren, dass dies gegen\u00fcber der kosmischen Wirklichkeit aber letztlich bedeutungslos ist. Das nicht zu vergessen, schafft auch im Angesicht bestehender Verantwortung f\u00fcr diese Welt Gelassenheit.<\/p>\n<p>Alles menschliche Tun und Haben ist nichts als ein Hauch! Diese Botschaft der biblischen Weisheit ist nicht oberfl\u00e4chlich zu verstehen. Sie spricht nicht einer Weltverachtung das Wort, und sie entlastet nicht von der Verantwortung gegen\u00fcber dieser Welt. Doch sie erinnert daran, sich als Mensch im kosmischen Ganzen von Erde und Himmel samt dessen Gehen und Kommen zu sehen und so sich selbst und das eigene Tun und Haben nicht wichtiger zu nehmen, als es tats\u00e4chlich ist. Beten wir deshalb, dass wir nicht uns selbst zum Mass der Dinge setzen, sondern uns als Teil von Erde und Himmel sehen, der geht und kommt. Amen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> So heisst es zu Beginn des Tao T\u00ea King, dass das Namenlose, das Tao genannt werde, Urgrund der komischen Gegens\u00e4tze sei, die sich als Himmel und Erde manifestieren. Wer ohne Begierde sei, sehe seine Geistigkeit, wer Begierden habe, schaue die Aussenwelt. Auch Kohelet orientiert sich an den kosmischen Gegens\u00e4tzen von Erde und Himmel, die gehen und kommen. F\u00fcr den Weisen, der begierdelos ist, ist alles h\u00e6b\u00e6l; der Tor meint hingegen, es g\u00e4be Neues, das bleibe und sich festhalten liesse (vgl. <em>Lao-tse<\/em> [1959]: Tao T\u00ea King, \u00fcbersetzt und kommentiert von Victor von Strauss, Z\u00fcrich: Manesse: 57).<\/p>\n<p>Predigt vom 26. Juni 2022 in Wabern<br \/>\nBernhard Neuenschwander<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ritualart.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/0626-Koh-1.2.pdf\">PDF herunterladen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nichtig und fl\u00fcchtig, sprach Kohelet, nichtig und fl\u00fcchtig, alles ist nichtig. 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